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Wellinger kündigt neuen Tournee-Angriff an
Andreas Wellinger hat nach dem knapp verpassten Sieg bei der Vierschanzentournee einen neuen Angriff angekündigt. "Irgendwann werden wir den Hobel so knacken, dass der Goldene Adler wieder bei uns ist. Wie viele Jahre wir darauf warten müssen, weiß ich noch nicht. Hoffentlich nur noch eins", sagte der Skisprung-Olympiasieger am Samstag in Bischofshofen.
Wellinger hatte nach einer starken Tournee nur dem Japaner Ryoyu Kobayashi den Vortritt lassen müssen. Es war der siebte Podestplatz eines DSV-Adlers in den vergangenen neun Jahren - nur zum ersten Sieg seit 22 Jahren reichte es wieder nicht.
"Wir wollen es jedes Jahr, wir haben es auch dieses Jahr nicht geschafft. Aber irgendwann können wir es nicht mehr aufhalten, irgendwann klapp es. Die Qualität in unserer Mannschaft und der Einsatz, den wir da reinbuttern, sind zu groß", sagte Wellinger.
Ähnlich äußerte sich DSV-Sportdirektor Horst Hüttel. "Wir nehmen es sportlich. Wir haben in der Vergangenheit alles gewonnen - Olympia, Gesamtweltcup, Skiflug-WM. Da haben wir teilweise auch zehn, 20 Jahre drauf gewartet. Jetzt müssen wir halt noch ein Jahr kämpfen", sagte der DSV-Funktionär.
Hüttel gab aber auch zu: "Ein weinendes Auge ist schon dabei, ganz klar, weil die Tournee so euphorisch losging. Dann träumt man natürlich. Aber der zweite Platz ist auch toll. Wir können uns nichts vorwerfen, Andi kann sich nichts vorwerfen. Jetzt kämpfen wir halt weiter, eine andere Chance haben wir nicht."
C.Kovalenko--BTB