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Gislason lobt DHB-Team - und warnt vor Österreich
Nach dem Zittersieg gegen Island pustete Alfred Gislason tief durch. Der Bundestrainer der deutschen Handballer lächelte, denn er wusste, wie wichtig der hart erkämpfte 26:24 (11:10)-Erfolg zum Hauptrunden-Auftakt noch werden könnte. "Die Jungs haben in schwierigen Momenten einen extrem phänomenalen Charakter gezeigt", lobte Gislason.
Die Erfahrungen der nervenaufreibenden Schlussphase in der Kölner Lanxess Arena könnten seiner relativ unerfahrenen Mannschaft "extrem viel geben für die Zukunft". Zum einen fürs Selbstvertrauen für den weiteren Turnierverlauf, zum anderen aber auch die "Gewissheit, dass sie solche Stresssituationen auch überstehen kann".
Der Blick Gislasons ging am späten Donnerstagabend aber schon auf die nächste EM-Prüfung. Beim "Bruderduell" gegen Österreich (3:1 Punkte) soll schon am Samstag (20.30 Uhr/ARD und Dyn) die nächste Hürde im Kampf um das Halbfinale genommen werden. "Die Österreicher haben bis jetzt sehr gut gespielt, sie haben die Spanier nach Hause geschickt", warnte der DHB-Coach. Er erwartet "ein ähnliches Spiel" wie gegen Island.
"Wir wissen, dass jedes Spiel ein Endspiel ist", betonte Gislason angesichts der Ausgangslage mit momentan 2:2 Punkten in der Hauptrundengruppe I: "Wenn unser Traum das Halbfinale ist, müssen wir die nächsten drei Spiele gewinnen. Bei einer Niederlage gegen Österreich wäre dieser Traum vorbei."
Dass Österreich bislang zu den großen EM-Überraschungen zählt, ist Gislason nicht entgangen. "Die haben auch gewittert, dass sie einen sehr guten Lauf haben", sagte der 64-Jährige. Die besondere Rivalität der Deutschen mit dem Nachbarland bereitet ihm keine Bauchschmerzen. "Es macht mir keine Sorgen, dass Deutschland und Österreich sportlich irgendwie Probleme miteinander haben. Das geht mich gar nichts an. Ich will nur das Spiel gewinnen."
Im weiteren Verlauf der zweiten Turnierphase folgen für das deutsche Team noch Duelle mit Ungarn (2:2) am Montag und Kroatien (1:3) am Mittwoch. Nur die beiden Erstplatzierten der Sechsergruppe ziehen ins Halbfinale ein. Spitzenreiter der Gruppe ist Frankreich mit vier Zählern.
M.Odermatt--BTB