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"Übermäßiger" Peitscheneinsatz: Dujardin für ein Jahr gesperrt
Die dreimalige Dressur-Olympiasiegerin Charlotte Dujardin (39) wird infolge des Skandals um die Misshandlung ihres Pferdes für ein Jahr gesperrt. Der Reitsport-Weltverband FEI verkündete am Donnerstag das Strafmaß, Dujardin war bereits seit dem 23. Juli vorläufig suspendiert und verpasste die Olympischen Spiele in Paris. Der Britin wird "übermäßiger" Peitscheneinsatz vorgeworfen, sie habe mit ihrem Verhalten gegen "Grundsätze des Pferdeschutzes" verstoßen und damit auch den Sport in Verruf gebracht.
Sie wurde zudem zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Schweizer Franken (ca. 10.700 Euro) verurteilt. Die Sperre gilt rückwirkend ab dem 23. Juli, Dujardin darf an keinen Wettbewerben der FEI oder nationaler Verbände teilnehmen.
"Es ist bedauerlich, dass dieser Fall unserem Sport gerade in der wichtigen Zeit vor den Olympischen Spielen aus völlig falschen Gründen Schlagzeilen beschert hat", sagte FEI-Generalsekretärin Sabrina Ibanez. Die "signifikante Strafe" sende nun eine "deutliche Botschaft, dass jeder, dessen Verhalten das Wohlergehen des Pferdes beeinträchtigt, ernsthafte Konsequenzen erwarten muss." Auch Dujardins Status' habe daran nichts geändert.
Kurz vor dem Beginn der Sommerspiele war ein vier Jahre altes Video aufgetaucht, welches Dujardins Fehlverhalten während eines Trainings zeigt, immer wieder schlug sie mit einer Peitsche gegen die Beine eines Pferdes. Dujardin räumte ihr Fehlverhalten ein und zog sich auch freiwillig von den Spielen in Paris zurück, anschließend stimmte sie der vorläufigen Suspendierung zu. Sie habe während der Ermittlungen nun umfänglich kooperiert, teilte die FEI mit. Weitere Beschwerden oder Berichte über Fehlverhalten Dujardins seien seither nicht beim Verband eingegangen.
Dujardin hatte in London 2012 Einzel- und Mannschaftsgold gewonnen, in Rio 2016 verteidigte sie den Einzeltitel und gewann Silber im Teamwettbewerb. Dujardin hätte in Paris Großbritanniens erfolgreichste Olympiateilnehmerin werden können und mit einem Medaillengewinn die frühere Radrennfahrerin Laura Kenny hinter sich gelassen. Beide haben bei Sommerspielen sechsmal Edelmetall geholt.
C.Kovalenko--BTB