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Skispringen: Schmid gewinnt überlegen Weltcup in China
Die siebenmalige Skisprung-Weltmeisterin Katharina Schmid hat das erste Weltcup-Springen im chinesischen Zhangjiakou gewonnen und mit ihrem zweiten Saisonerfolg die Führung im Gesamtweltcup ausgebaut. Auf der kleinen Olympiaschanze von 2022 setzte sich die 28 Jahre alte Oberstdorferin am Samstag deutlich vor der Norwegerin Eirin Maria Kvandal und Nika Prevc (Slowenien) durch.
Mit ihrem 17. Weltcupsieg ist Schmid nun alleinige Dritte der "ewigen" Bestenliste. Nur die noch aktive Japanerin Sara Takanashi (63 Siege) und die zurückgetretene Norwegerin Maren Lundby (30) haben noch deutlich öfter gewonnen.
Schmid hatte nach dem ersten Durchgang mit einem Sprung auf 100,0 m noch knapp hinter Kvandal auf Platz zwei gelegen, zog dann mit der Tagesbestweite von 106,0 m und 237,0 Punkten noch weit vorbei. Kvandal rettete noch Platz zwei (210,0) hauchdünn vor Weltcup-Titelverteidigerin Prevc (209,9).
Selina Freitag (Aue) wurde nach einem durchwachsenen Wettkampf 17. und verlor damit den zweiten Platz im Gesamtweltcup an Prevc. Alvine Holz (Bad Freienwalde) rutschte im zweiten Durchgang noch von Platz elf auf 23 ab, für die 20-Jährige war es dennoch das beste Weltcup-Resultat ihrer Karriere.
Schmid hatte in der Vorwoche schon beide Springen des Intercontinental Cups auf der Schanze in Zhangjiakou gewonnen. Im Gegensatz zu den anderen Topnationen war das deutsche Team schon frühzeitig in Bestbesetzung angereist und hatte die beiden Wettkämpfe als Test genutzt.
Es waren die ersten internationalen Springen überhaupt auf der futuristischen und geschätzt rund 100 Millionen Dollar teuren Anlage nach den Winterspielen von Peking. Männer-Weltcups sind in Zhangjiakou nicht geplant. Am Sonntag (9.30 Uhr) findet ein weiterer Frauen-Wettbewerb statt.
I.Meyer--BTB