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Skispringerinnen nicht glücklich über "abgespeckte Tournee"
Eine halbe Vierschanzentournee ist besser als gar keine - aber längst noch nicht befriedigend: Die deutschen Topspringerinnen Katharina Schmid und Selina Freitag haben bei ihrer Forderung nach einer kompletten Frauen-Tournee erneut die Verantwortlichen in den Verbänden in die Pflicht genommen. "Ich glaube, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg", sagte Weltmeisterin Schmid dem Sport-Informations-Dienst in Garmisch-Partenkirchen: "Wir kommen der Sache näher, aber noch hat das keinen kompletten Tournee-Charakter."
Die Frauen tragen am Dienstag (16.20 Uhr/ZDF und Eurosport) in Garmisch-Partenkirchen nach der Qualifikation der Männer das erste Springen ihrer "Two Nights Tour" aus, einen Tag später folgt schon der Abschluss in Oberstdorf. In den österreichischen Männer-Bastionen Innsbruck und Bischofshofen sind die Frauen nicht am Start.
"Dass wir wenigstens einen Tag zusammen mit den Männern springen, ist cool. Der Rest braucht wohl noch Zeit, es hilft nix. Hoffentlich dauert es nicht mehr zu lange", sagte Althaus ein wenig zerknirscht.
Team-Weltmeisterin Freitag blickt mit etwas Frust auf die Entwicklung. "Das ist so ein Mittelding zwischen Freude und Leid. Wir wollen natürlich woanders hin und kriegen dann immer so ein bisschen die abgespeckte Version", sagte die Sächsin dem SID. Als Sportlerin fühle sie sich beim wiederholten Drängen auf eine Gleichberechtigung mit den Springern einigermaßen machtlos.
"Als Athletin ist man eben ein kleiner Fisch im großen Becken und kommt dann eben nicht ganz an die hohen Tiere heran", sagte Freitag: "Wir werden nicht aufhören zu kämpfen, aber wir können jetzt auch nicht so viel ausrichten als Sportlerinnen."
Bundestrainer Heinz Kuttin macht seinen Athletinnen indes im Hinblick auf eine baldige Vierschanzentournee Mut. "Wir auf Weg, das wird auch wahrscheinlich noch ein, zwei Jahre dauern", sagte der Österreich dem SID in Partenkirchen: "Ich bin aber überzeugt, dass sie früher oder später kommt."
O.Bulka--BTB