-
Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten in Mailand
-
Macron zu "ungezügelter" Gewalt: "Wir alle empfinden Wut und Scham"
-
Auswärtiges Amt ruft Deutsche in Frankreich zu "umsichtigem" Verhalten auf
-
Zusammenstöße zwischen Polizei und Jugendlichen in Mailand
-
Macron zu Gewaltexzessen: "Wir alle empfinden Wut und Scham"
-
SPD-Vorsitz: Hubertus Heil schließt Kandidatur nicht aus
-
Historischer Fehlstart: Gladbach verliert auch den Krisengipfel
-
Neue Ausschreitungen in Paris - Jugendliche in Mulhouse verliert Auge
-
Carney: Vier Soldaten bei Brand auf Armeestützpunkt im Westen Kanadas getötet
-
Auf eigenen Wunsch: Krösche bei Frankfurt freigestellt
-
Selenskyj: USA liefern wieder Geheimdienstinformationen an die Ukraine
-
Neue Ausschreitungen in Paris - Spezialeinheit der Polizei im Einsatz
-
Tischtennis: Kaufmann verpasst EM-Gold
-
Kurz vor Wahl in Israel: Trump stellt sich demonstrativ hinter Netanjahu
-
Bayern wieder vorbei: Freiburg patzt in Leverkusen erstmals
-
Zerstörter Zaun am Flughafen Leipzig: Vorfall bleibt nach Polizeieinsatz Rätsel
-
Welle der Gewalt bei Protesten gegen Lebenshaltungskosten erschüttert Frankreich
-
Selenskyj: USA liefern wieder Geheimdienstinformationen an Ukraine
-
Tierschützer retten dutzende Orang-Utans vor Waldbränden in Indonesien
-
Hunderte Menschen demonstrieren erneut gegen Regierung in Albanien
-
Tischtennis-EM: Qiu verliert im Halbfinale
-
Facharzttermine: Koalition will bei Wartezeiten für Kassenpatienten handeln
-
Dresden schlägt Magdeburg im Ost-Duell
-
EU verurteilt Siedler-Angriff auf europäische Diplomaten scharf
-
Zaun an Leipziger Flughafen beschädigt: Polizei sucht Ursache
-
Rot-Grün-Rot will in Berlin regieren - Scharfe Kritik aus der Union
-
Tischtennis: Kaufmann nach Sieg über Mittelham im EM-Finale
-
Trump stoppt neue Russland-Sanktionen und stößt im Kongress auf Kritik
-
Junge Union und Merz streiten über Rente und Kurs der CDU
-
Luftalarm in Litauen und Lettland – Rumänien schießt Drohnen ab
-
Messerangriffe an Schulen verunsichern Jugendliche in Polen
-
Siedlerangriffe verletzen US-Journalistin und europäische Diplomaten
-
Türkische Behörden übernehmen oppositionellen Sender Halk TV
-
Kalifornien stimmt über einmalige Vermögensteuer für Milliardäre ab
-
Leonberg lädt zur 18. Ausbildungsbörse Interkom
-
Mannheim: 25-Jähriger nach gewaltsamem Tod einer Frau festgenommen
-
AMG bringt elektrischen GT SUV mit drei Motoren und 1196 PS
-
Chinas Dieselausfuhren steigen auf Dreijahreshoch
-
Airbus verlangt Schlüsselrolle bei Europas nächstem Kampfflugzeug
-
SC 20 trennt sich nach Derby-Niederlage von Trainer Erkan Aydin
-
Katie Zacharia verlässt nach wenigen Tagen das Weiße Haus
-
Belgien führt ab Mai 2027 digitale Pkw-Vignette ein
-
Ausbau der B7 zwischen Colmar-Berg und Ettelbrück beginnt
-
Herbstverkehr: Wildwechsel, Nebel und nasses Laub erhöhen Unfallrisiko
-
SPD-Frauen werfen Union persönliche Angriffe auf Schwesig vor
-
Rot-Grün-Rot plant Mietendeckel und Vergesellschaftung in Berlin
-
Tote und Verletzte bei Großbrand auf kanadischem Militärstützpunkt
-
Flughafen Leipzig: Auto durchbricht offenbar Sicherheitszaun
-
Hannover holt gegen St. Pauli ersten Punkt unter Wagner
-
Dortmund bangt nach torlosem Remis um Karetsas
"Wahnsinn": Tschofenig gewinnt Tournee nach Nervenkrimi
Daniel Tschofenig gewinnt den Tournee-Krimi, weil Stefan Kraft mit dem Wind hadert. Die DSV-Adler sind chancenlos.
Bischofshofen (SID) Als Daniel Tschofenig auf den Schultern von Jan Hörl und dem tieftraurigen Stefan Kraft seinen Triumph bei der Vierschanzentournee genoss, standen die DSV-Adler einmal mehr enttäuscht im Abseits. "Wahnsinn! Ich kann gar nicht fassen, dass ich gewonnen habe. Das ist da oben noch gar nicht angekommen", sagte der erst 22 Jahre alte Tschofenig nach seinem furiosen Tagessieg in Bischofshofen, dem ein echter Nervenkrimi vorausgegangen war.
Tschofenig lag nach dem ersten Durchgang nur auf Rang fünf, dann zündete er eine Rakete auf 140,5 m und holte Platz um Platz auf. Die besten Karten hatte dennoch Kraft, der als Führender nach dem ersten Durchgang als letzter Springer ganz oben saß - und wegen des auffrischenden Windes mehrere Minuten warten musste. 137,5 m reichten nicht, Kraft fiel auf Rang drei zurück. Bester DSV-Adler beim furiosen Finale war Andreas Wellinger auf dem neunten Rang.
"Es hat schon ziemlich lang gedauert da oben", sagte Kraft, der als Dritter auch in der Gesamtwertung hinter Tschofenig und dem Tageszweiten Jan Hörl auf Rang drei zurückfiel: "Mir fehlte dann die letzte Spritzigkeit." Der strahlende Sieger Tschofenig gab derweil seiner Freundin Alexandria Loutitt einen langen Kuss. Die Weltmeisterin aus Kanada war nach ihrem Weltcup-Einsatz im 100 Kilometer entfernten Villach extra nach Bischofshofen geeilt.
Ein Bier gab es für den neuen König der Lüfte aber nicht. "Ich trinke keinen Alkohol mehr", verriet Tschofenig. Österreichs Dominanz war derweil auch beim Finale erdrückend: Es war der dritte Dreifachsieg des Austria-Adler bei dieser Tournee. Elf der zwölf Podestplätze gingen an den ÖSV – den bisherigen Rekord von neun Podiumsplätzen durch Finnland (1954/55) und Österreich (2011/12) pulverisierten die Co-Gastgeber locker. Zwischen Tschofenig und Hörl lagen am Ende in der Gesamtwertung nur 1,4 Punkte – nur dreimal in 73 Tournee-Jahren war es enger zugegangen.
Der deutsche Hoffnungsträger Pius Paschke flog zum Ende einer aus deutscher Sicht mauen Tournee auf Platz zwölf. Der fünfmalige Saisonsieger war als Führender im Gesamtweltcup und folglich als Mitfavorit zu den "Four Hills" gereist, musste dort aber die Überlegenheit der ÖSV-Adler neidlos anerkennen. Rang sechs in der Gesamtwertung war dennoch das beste Tournee-Ergebnis für den 34-Jährigen.
"Freuen kann ich mich nicht ganz, aber ich nehme sehr viele positive Sachen mit. Ich bin das erste Mal als Favorit in die Tournee gegangen - damit musste ich erstmal umgehen", sagte der Bayer im ZDF. Bundestrainer Stefan Horngacher gab zu: "Wir sind leider eher schlechter als besser geworden. Das müssen wir akzeptieren". Punkte sammelten am Montag auch Philipp Raimund (15.) und Karl Geiger (beide Oberstdorf/23.) - im Gegensatz zu Adrian Tittel (Aue/33.) und Felix Hoffmann (Goldlauter/36.).
"Es ist ein bisschen Verkrampfung aufgetreten, es ist leider Gottes in die falsche Richtung gegangen", sagte Horngacher. Einziger Trost: Vor zwei Jahren war das Abschneiden noch schlechter, damals hatte es sogar kein Deutscher unter die besten Zehn geschafft.
Mann des Tages war aber Tschofenig, der erst im Dezember den ersten Weltcupsieg seiner Karriere gefeiert hatte. Bei der Tournee hatte er das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen gewonnen, führte zur Halbzeit, fiel dann auf Rang drei zurück - und schlug in Bischofshofen zurück. Auch im Gesamtweltcup hat er inzwischen die Nase vorn.
Die Austria-Dominanz erinnerte an 2012, als Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern und Andreas Kofler den letzten von bislang nur drei Tournee-"Sweeps" (nach Finnland 1955 und Österreich 1975) schafften. Nun kam an einem denkwürdigen Tag Nummer vier hinzu.
M.Odermatt--BTB