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Spieler des Tages: Jonathan Burkardt (FSV Mainz 05)
Der Samstagnachmittag, an dessen Ende Jonathan Burkardt auf dem Zaun gemeinsam mit den Mainzer Fans den zumindest vorübergehenden Sprung auf einen Champions-League-Platz feiern sollte, begann ganz und gar nicht gut für den 24-Jährigen. Dass er seine erste Großchance des Tages "kläglich vergeben" habe, "tut weh", kommentierte er mit feiner Ironie - seinen Fauxpas hatte er da freilich längst verschmerzt. Denn Burkardt traf ja noch zweimal - und der FSV Mainz 05 setzte durch das 2:0 über den VfL Bochum seinen Höhenflug fort.
Erst nach dem Abschlusstraining war entschieden worden, dass Burkardt nach seiner vor Weihnachten erlittenen Oberschenkelverletzung in der Startelf stehen würde. In den vergangenen Tagen konnte er "Gas geben" und habe "sich sehr wohl gefühlt", versicherte der Stürmer. Noch Fragen? "Wenn Jonny auf den Platz kann, wollen wir ihn auch nicht zurückhalten", sagte Sportdirektor Niko Bungert.
Eine kluge Entscheidung. Denn was noch holprig begann, entwickelte sich zu einen rundum gelungenen Auftritt. Beim 1:0 in der 23. Minute vollendete Burkardt einen Traumpass von Anthony Caci, sein Abstauber zum 2:0 in Minute 69 entschied die Partie. Kurz darauf war Feierabend für den gebürtigen Darmstädter, bei 100 Prozent schließlich sei er nach seiner Verletzung noch nicht, berichtete er.
Dafür ist Burkardt jetzt Bundesliga-Rekordtorschütze von Mainz 05. Mit seinen Saisontoren elf und zwölf - auch das ein Bestwert für Burkardt - steht er bei nunmehr 35 Treffern für die Nullfünfer im Oberhaus. Jonathan Burkardt trifft. Und Mainz gewöhnt sich daran. "Es ist ein normaler Tag für Jonny, zwei Tore zu machen", kommentierte Trainer Bo Henriksen.
Nicht unbedingt normal, dafür Balsam für die Mainzer Fan-Seele war das, was Burkardt nach dem Spiel noch zu sagen hatte: Ein Vereinswechsel im Winter sei für ihn nämlich "kein Thema", stellte der angeblich von Eintracht Frankfurt umworbene Torjäger klar: "Ich bin hier super zufrieden."
Das hat auch Trainer Henriksen registriert: "Er liebt den Verein, wir lieben Jonny. Ganz einfach."
H.Seidel--BTB