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"Besonders": Berger und Gwinn die Fußballerinnen des Jahres
Ann-Katrin Berger begeisterte bei der EM mit ihren Paraden, Giulia Gwinn gewann das Double mit dem FC Bayern und unterstützte das deutsche Team trotz ihrer Verletzung nach Kräften - gemeinsam sorgte das DFB-Duo nun für ein bemerkenswertes Novum. Bei der Kür zur Fußballerin des Jahres wurden sowohl Berger als auch Gwinn ausgezeichnet, erstmals überhaupt gab es zwei erste Plätze.
"Es ist etwas Besonderes für mich, aber eigentlich sollte es eine Auszeichnung für die gesamte Mannschaft sein", sagte Berger, die nach ihren starken Auftritten auf dem Weg zu Olympia-Bronze schon im Vorjahr auf Platz eins gelandet war. "Dass auch Giulia gewonnen hat, finde ich super." Auf dem dritten Rang landete die Münchnerin Klara Bühl. Für DFB-Kapitänin Gwinn, die wie Berger 145 Stimmen bei der Wahl des Fachmagazins kicker erhielt, ist die Auszeichnung eine Premiere.
Diese sei "etwas sehr Besonderes und eine Bestätigung für die Arbeit, die wir als Mannschaft geleistet haben. Unser Teamgeist ist etwas Besonderes", sagte Gwinn, die bei der EM in der Schweiz im ersten Gruppenspiel eine Knieverletzung erlitten und anschließend auf dem Weg ins Halbfinale als Anführerin neben dem Platz fungiert hatte. Dass Gwinn nicht abgereist sei, "zeigt wahre Größe", lobte Berger. Derzeit arbeitet die Rechtsverteidigerin an ihrem Comeback.
In Erinnerung blieb aber auch Bergers Leistung im denkwürdigen Viertelfinale gegen Frankreich (6:5 i.E.) - vor allem ihre spektakuläre Flug-Parade in der Verlängerung. Eine solche "habe ich noch nie gesehen. Ich bin mir sicher, dass es so etwas auch nicht mehr geben wird. Das war herausragend. Weltklasse!", sagte Gwinn.
Berger, die beim US-Klub Gotham FC unter Vertrag steht, zeigte sich erfreut darüber, dass auch Ikonen wie Oliver Kahn oder Toni Schumacher sich "so lobend geäußert" hatten. "Das passiert nicht jeden Tag", sagte die 34-Jährige im Rückblick auf das "verrückteste und krasseste" Spiel ihrer Karriere. Den Gegentreffer beim Halbfinal-Aus gegen Spanien (0:1 n.V.) nahm Berger allerdings auf ihre Kappe. "Wenn ich einen Fehler mache, stehe ich auch dazu", sagte sie.
L.Janezki--BTB