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Vizeweltmeister Petros pulverisiert deutschen Marathon-Rekord
Nach dem sensationellen WM-Silber nun ein nicht minder grandioser deutscher Rekord: Marathon-Ass Amanal Petros hat drei Monate nach seinem Weltmeisterschafts-Coup von Tokio erneut ein Traumrennen hingelegt und sich in Valencia die nationale Bestmarke zurückgeholt. In 2:04:03 Stunden blieb der 30-Jährige satte 53 Sekunden unter der Zeit von Samuel Fitwi, die dieser im Vorjahr an gleicher Stelle erzielt hatte.
"Das ist ein toller Abschluss dieses Jahres. Ich bin so erleichtert, dass ich mein Ziel erreicht habe", sagte Petros in der ARD.
Nach einer taktischen Meisterleistung musste sich der gebürtige Eritreer Petros, der für Hannover 96 läuft, bei idealen Bedingungen (13 Grad und leichte Bewölkung) nur dem Kenianer John Korir geschlagen geben. Der Boston-Sieger triumphierte souverän in 2:02:25 Stunden und setzte sich auf Platz acht der "ewigen" Marathon-Bestenliste.
Petros hatte sich kurz vor der 30-km-Marke von seinem Kontrahenten Fitwi gelöst und mit einer ganz starken zweiten Rennhälfte noch einige Läufer eingesammelt. Fitwi kam mit deutlichem Rückstand in 2:07:01 Stunden als 13. ins Ziel. Zwischen die beiden schob sich überraschend noch Hendrik Pfeiffer, der als Elfter in 2:06:46 Stunden erstmals die 2:07-Stunden-Marke knackte. Nur Petros, Fitwi und Ex-Europameister Richard Ringer waren bislang schneller als Pfeiffer.
Petros hatte sich 2023 in Berlin in 2:04:58 Stunden erstmals den deutschen Rekord geschnappt, den ihm Fitwi (2:04:56) ein gutes Jahr später abnahm. Im September war Petros in einem packenden WM-Marathon erst im Endspurt Alphonce Simbu aus Tansania unterlegen, holte aber als erster Deutscher Marathon-Silber bei Weltmeisterschaften.
F.Pavlenko--BTB