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Werder begründet Verzicht auf US-Reise: "Nicht unsere Werte"
Bundesligist Werder Bremen hat kürzlich die Pläne für eine USA-Reise im Sommer verworfen - nun äußerte sich der Verein detailliert zu den Umständen. "Sportliche, finanzielle und politische Gründe" hätten den Ausschlag gegeben, teilte ein Sprecher des Vereins auf SID-Anfrage mit. Werder hatte ursprünglich geplant, im Verlauf der Reise im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada unter anderem in Minnesota Station zu machen.
"In einer Stadt zu spielen, in der Unruhen herrschen und Menschen erschossen werden, passt nicht zu unseren Werten. Zudem weiß man mittlerweile nicht mehr, mit welchem Spieler man noch in die USA einreisen kann aufgrund der verschärften Einreisebedingungen", hieß es in der Mitteilung des Vereins.
Im Rahmen der von US-Präsident Donald Trump angeordneten Verschärfung der Einwanderungspolitik wurden in den vergangenen Wochen Tausende Beamte der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) nach Minneapolis entsandt. Zwei US-Bürger wurden im Januar von ICE-Beamten in der Stadt erschossen.
Doch nicht nur politische Gründe sorgten für die Planänderung bei den Bremern. "Hinzu kommt, dass die aktuelle sportliche Situation eine Planung erschwert und es auch gewisse wirtschaftliche Risiken gab", heißt es in dem Statement weiter. Werder steckt derzeit tief im Abstiegskampf. Im Zeitraum der geplanten Reise könnten für die Bremer Relegationsspiele gegen den Tabellendritten der 2. Bundesliga anstehen.
Zuerst hatte das Portal Deichstube über die Absage der Reise berichtet. In den vergangenen Tagen wurden auch zahlreiche internationale Medien auf das Thema aufmerksam.
E.Schubert--BTB