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Schlussfeier in Verona: Olympia endet mit "Beauty in Action"
Die deutschen Fahnenträger Tobias Wendl und Tobias Arlt erreichen ihr "Lebensziel" und feiern beim Abschluss der Winterspiele am Abend in Verona nicht nur einen persönlichen Olympia-Abschied. Die Organisatoren haben eine Zeremonie geplant, welche unter dem Motto "Beauty in Action" die Schönheit Italiens würdigt und den symbolischen Übergang zu den Winterspielen 2030 in den französischen Alpen markiert.
Nachdem alle 116 Medaillenentscheidungen gefallen sind, weicht ab 20 Uhr (ZDF und Eurosport) der Sport wieder der Kunst und der Unterhaltung. Die Organisatoren gaben im Vorfeld einige Namen der auftretenden Künstler bekannt, darunter Roberto Bolle, einer der renommiertesten klassischen Tänzer der Welt, und der in Verona geborene Sänger Achille Lauro.
Rund 20 deutsche Athletinnen und Athleten werden bei der Zeremonie noch erwartet. Wendl, der auch als Fahnenträger für die Eröffnungsfeier nominiert gewesen war, und Arlt sprachen von einer "riesigen Ehre" und erklärten ergriffen: "Es war ein Lebensziel von uns, die deutsche Mannschaft als Fahnenträger anführen zu dürfen. Dass wir das nun zum Abschluss unserer olympischen Karrieren erfüllen können, ist mindestens so viel wert wie der Olympiasieg hier."
Die beiden Rodler hatten im Doppelsitzer mit der Teamstaffel auf der Eisbahn von Cortina d'Ampezzo ihr siebtes Gold gewonnen und damit Rodlerin Natalie Geisenberger als erfolgreichste deutsche Olympiateilnehmerin abgelöst. Hinzu kam Bronze im Doppelsitzer. Auf die Olympia-Bühne wollen sie nicht mehr zurückkehren, ihre Karriere dafür auf der Heimbahn am Königssee beenden, die sich noch im Wiederaufbau befindet.
Während die Eröffnungsfeier am 6. Februar zeitgleich an vier Austragungsorten abgehalten wurde, um die weit verzweigten Spiele symbolisch zu vereinen, wird die Abschlussfeier in der historischen Arena von Verona stattfinden, der Stadt, die als Schauplatz der Shakespeare-Tragödie "Romeo und Julia" bekannt ist.
Die Winterspiele 2030 werden weitgehend dem Modell der Spiele von Mailand/Cortina folgen, mit Wettkämpfen an weit verteilten Orten, vom Genfersee bis zum Mittelmeer, zwischen Hochsavoyen und Nizza. Die Spiele in Norditalien seien "ein Erfolg auf dem neuen, nachhaltigen Weg" gewesen, sagte die Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees, Kirsty Coventry: "Sie haben alle Erwartungen übertroffen."
Das römische Amphitheater in Verona, das aus dem ersten Jahrhundert stammt und damit älter ist als das Kolosseum in Rom, wird am 6. März auch die Eröffnungsfeier der Paralympischen Spiele ausrichten.
W.Lapointe--BTB