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Als Tribünengast: Infantino hält an Irans WM-Teilnahme fest
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat inmitten der WM-Debatte ein Testspiel des Iran in der Türkei besucht - und abermals versichert, dass das Land an dem Turnier im Sommer teilnehmen soll. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, tauchte der Chef des Fußball-Weltverbandes am Dienstag unangekündigt bei der Partie in Antalya zwischen dem iranischen Nationalteam und Costa Rica auf.
"Der Iran wird bei der Weltmeisterschaft dabei sein. Dafür sind wir hier. Wir freuen uns, denn es ist eine sehr, sehr starke Mannschaft, ich bin sehr glücklich", sagte Infantino in der Halbzeitpause: "Ich habe die Mannschaft gesehen, ich habe mit den Spielern und dem Trainer gesprochen, also ist alles in Ordnung." Die Spiele, ergänzte der FIFA-Chef mit Blick auf Berichte über mögliche Verlegungen, würden "dort stattfinden, wo sie laut Auslosung hingehören".
Der Krieg im Nahen Osten hatte zuletzt massive Zweifel an der Teilnahme Irans an dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) hervorgerufen. Infantino betonte am Montag im mexikanischen Fernsehen, dass es "keinen Plan B, C oder D" gebe: "Es gibt Plan A." Der FIFA-Chef, der ein enges Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump pflegt, räumte jedoch ein, dass die politische Lage "sehr kompliziert" sei.
Trump hatte zuletzt widersprüchliche Signale gesendet. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, die Iraner seien willkommen, zugleich halte er es "nicht für angemessen, dass sie dort sind, im Hinblick auf ihr eigenes Leben und ihre Sicherheit". In der vergangenen Woche verbot der Iran seinen Nationalteams und Sportvereinen bis auf Weiteres, in Länder zu reisen, die als "feindlich" gelten.
Der Iran soll beim Turnier im Sommer in der Vorrunde in Los Angeles gegen Neuseeland und Belgien antreten, danach in Seattle gegen Ägypten. Das WM-Quartier der Mannschaft wurde in Tucson/Arizona gebucht. Eine Verlegung der iranischen WM-Spiele nach Mexiko ist für die FIFA kein Thema.
K.Thomson--BTB