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Trotz "Kötteln in der Hose": Bayern träumen vom großen Wurf
Nach dem erstmaligen Halbfinal-Einzug in der Champions League seit fünf Jahren sprach Bianca Rech ganz offen vom großen Wurf. "Träumen darf man", sagte die Klubdirektorin von Bayern München mit leuchtenden Augen, "und man darf auch den Glauben daran haben, dass wir Barcelona ärgern können."
Der Topfavorit hatte zu diesem Zeitpunkt zwar noch sein Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid zu überstehen, doch nach dem 6:2 der Katalaninnen in der spanischen Hauptstadt zweifelte niemand mehr daran, dass es zur Revanche kommen wird. Und ein gutes halbes Jahr nach der 1:7-Demütigung in der Ligaphase sehen sich die Münchnerinnen durchaus in der Lage, zu bestehen.
Seit dieser "größten Lehrstunde", sagte Linda Dallmann, die beim 2:1 (0:1) im Viertelfinal-Rückspiel gegen Manchester United den Siegtreffer erzielt hatte, sei "extrem viel passiert. Wir haben uns extrem weiterentwickelt."
Das war gegen United in der Allianz Arena allerdings erst in der zweiten Halbzeit zu sehen. In den ersten 45 Minuten, sagte Dallmann schmunzelnd, "haben wir wie mit dem Köttel in der Hose gespielt". Das müsse sich im Halbfinale ändern, sonst könne es schnell "3:0 oder 4:0 stehen". Wie im Oktober, als Barca nur 27 Minuten für drei Tore brauchte.
José Barcala ist allerdings optimistisch, dass sich ein solches Debakel nicht wiederholen wird. "Diese Mannschaft", sagte der Trainer über das Potenzial seiner Elf, "kennt keine Grenze. Wie sie sich coachen, wie lernwillig sie sind - mit dieser Einstellung gibt es keine Decke. Die Entwicklung dieser Mannschaft ist unaufhaltsam."
Und träumen erlaubt.
I.Meyer--BTB