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Mit Gedanken an Papa: Popp nimmt emotional Abschied
Ihre Tränen waren getrocknet, da stieg bei Alexandra Popp allmählich die Vorfreude auf die Abschiedssause. "Wir werden trotz alledem feiern, auch gut feiern", kündigte die scheidende Kapitänin des VfL Wolfsburg nach dem bitteren 0:4 (0:1) im DFB-Pokalfinale gegen den alten und neuen Doublegewinner FC Bayern an: "Von daher werden wir das ein oder andere Glas heben."
Direkt nach Abpfiff war Popp überwältigt von ihren Gefühlen in Tränen ausgebrochen, nochmals wurde sie emotional, als sie am Vatertag im TV-Interview auf ihren Ende 2022 verstorbenen Papa angesprochen wurde. "Leider konnte ich ihn nicht beschenken", sagte die 35-Jährige bei Sky. "Gleichzeitig wird er auch sehr, sehr stolz sein, dass ich mit 13 Pokalsiegen hier einen Abgang mache."
So gerne Popp sich nach ihren 14 Jahren Wolfsburg mit einem weiteren Pokaltriumph verabschiedet hätte, so ehrlich fasste die Rekordsiegerin ihre Erkenntnisse dieses Endspiels in Worte: "Alle hatten uns abgeschrieben, am Ende werden wir Vizemeister und standen im Pokalfinale. Und man muss auch neidlos anerkennen, dass die Bayern uns überholt haben." Auf dem Platz sei der VfL den Bayern "qualitativ nicht ebenbürtig", so die frühere DFB-Kapitänin.
Nach der Saison wechselt sie zu ihrem Herzensverein Borussia Dortmund, und spielt nach aktuellem Stand drittklassig - nicht nur ihre Teamkolleginnen werden die Leitwölfin vermissen. "Poppi kann unheimlich stolz auf ihre Karriere sein. Sie hat den Frauenfußball nach vorn gebracht und dem deutschen Fußball die Mentalität eingeimpft, die man für Erfolge braucht", sagte Bayerns Klara Bühl, aber vielleicht gäbe es ja in "zwei, drei Jahren" das Wiedersehen in der Bundesliga. "Ja", antwortete Popp zu dieser Frage lächelnd, "das ist so die Idee."
B.Shevchenko--BTB