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Benschop: Curacao träumt vom "Nationalfeiertag"
Charlison Benschop, früherer Nationalstürmer Curacaos und ehemaliger Bundesligaspieler, sieht seine Heimat vor dem WM-Start gegen Deutschland am Sonntag im Ausnahmezustand. "Das ist Wahnsinn", sagte der 36-Jährige dem SID, "die ganze Insel ist in ein Fußballstadion verwandelt. Baseball war immer die Nummer eins bei uns - jetzt ist es der Fußball."
Die WM, da ist sich Benschop sicher, wird Curacao für viele Menschen erst auf die Landkarte bringen. "Wenn wir Deutschland schlagen, gibt es einen Nationalfeiertag", sagte er. "Jetzt wissen alle, wo unsere Insel liegt." Trotzdem, zur Sicherheit: in der Südkaribik, nördlich von Venezuela.
Bisher, sagt Benschop, haben die Menschen auf Curacao immer nur den anderen WM-Nationen zugeschaut. "Diesmal sind wir selbst dabei, das ist ein Traum für uns." Und zu träumen, das sei auch erlaubt: "Es muss ja nicht unbedingt ein Sieg gegen Deutschland sein. Ein erstes WM-Tor für uns wäre auch schon historisch." Weitere Gelegenheiten bieten die Gruppenspiele gegen Ecuador und die Elfenbeinküste.
Halt gibt den Spielern die "Vaterfigur" Dick Advocaat. "Man merkt dem Trainer seine 78 Jahre nicht an. Er ist voller Leidenschaft und Energie", sagte Benschop, der für die zweite Mannschaft von Fortuna Düsseldorf spielt. "Es war ein Drama, dass seine Tochter schwer erkrankt war. Jetzt geht es ihr zum Glück besser."
G.Schulte--BTB