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Auch ohne Pulisic: USA vorzeitig in K.o.-Phase
No Pulisic, no problem: Die Fußball-Nationalmannschaft der USA ist bei ihrer Heim-WM auch ohne ihren verletzten Starspieler vorzeitig in die K.o.-Phase gestürmt. Sechs Tage nach dem furiosen Auftakt gegen Paraguay überzeugte die Mannschaft von Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino auch in ihrem zweiten Gruppenspiel gegen Australien und sicherte sich dank des verdienten 2:0 (2:0) in Seattle ihr Ticket für das Sechzehntelfinale.
Ein Eigentor von Cameron Burgess (11.) nach starker Vorarbeit von Folarin Balogun hatte das US-Team schon früh auf Kurs gebracht, Innenverteidiger Alex Freeman (44.) erhöhte für die überlegenen Gastgeber. Im abschließenden Gruppenspiel am 26. Juni in Los Angeles gegen die Türkei können sich die USA nun noch den Gruppensieg sichern. Gewinnt die Türkei ihr Spiel gegen Paraguay in der Nacht auf Samstag (5.00 Uhr MESZ) nicht, stünde dieser bereits vorher fest.
Vor Anpfiff hatten sich die schlimmsten Befürchtungen der US-Fans um die "Wade der Nation" bestätigt. Pulisic, überragender Mann im ersten Spiel gegen Paraguay (4:1), war nicht rechtzeitig fit geworden, der 27-Jährige wurde durch Ricardo Pepi ersetzt. "Wir müssen uns jetzt auf uns fokussieren", mahnte Pochettino, der ansonsten keine Änderung an seiner Startelf vornahm: "Wir haben ein wichtiges Spiel vor uns".
Schließlich hatten die Australier zum Auftakt bereits die favorisierte Türkei (2:0) kalt erwischt - und konnten auch in Seattle auf lautstarke Unterstützung setzen: Schon ab neun Uhr hatten sich zahlreiche mitgereiste Fans in den Bars unweit des Stadions eingestimmt, in der Arena waren sie dann aber deutlich in der Unterzahl.
Und die machte sich bemerkbar. Bei den Nationalhymnen natürlich, aber erst recht nach zehn Minuten: Balogun ließ mit einem schnellen Antritt seinen Gegenspieler auf dem linken Flügel stehen, in der Mitte konnte Burgess nur noch ins eigene Tor klären - und brachte die Tribüne ungewollt zum beben. Auch gegen Paraguay waren die Amerikaner durch ein frühes Eigentor in Führung gegangen, auch diesmal blieben sie am Drücker.
Angepeitscht von frenetischen "U-S-A, U-S-A"-Rufen suchten die Gastgeber geduldig nach Lücken in der australischen Abwehr - und waren kurz vor der Pause noch einmal erfolgreich. Nach Ansicht der Videobilder ließ Schiedsrichter Felix Zwayer, der sein WM-Debüt feierte, den Treffer von Freeman zählen - der Verteidiger stand bei seinem Abstauber nicht im Abseits.
Balogun (53.) vergab nach der Pause die große Chance auf den dritten Treffer - und ließ so auch die Hoffnung der Australier am Leben. Die nämlich fanden nach rund einer Stunde besser ins Spiel, wirklich gefährlich wurde es für die USA jedoch nicht mehr. In der Schlussphase wurde es zunehmend hektisch, Zwayer bekam nun viel zu tun - und bekam selbst in der Nachspielzeit Krämpfe.
D.Schneider--BTB