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Jubilar Mbappé brilliert beim "Wasserball" in Philadelphia
Dem Wetterchaos getrotzt, das Mammutspiel gewonnen: Im strömenden Regen von Philadelphia hat Jubilar Kylian Mbappé mit Topfavorit Frankreich den Irak nass gemacht. Nach einer zwischenzeitlichen Unterbrechung von 132 Minuten bezwangen Les Bleus den Außenseiter bei ihrem zweiten WM-Auftritt souverän mit 3:0 (1:0). Zur Pause mussten die Zuschauerränge in der offenen Arena wegen eines nahen Unwetters evakuiert werden. Letztlich vergingen knapp vier Stunden vom Anpfiff bis zum Abpfiff.
Noch im Trockenen hatte Mbappé (14.) nach erneuter Vorlage seines kongenialen Partners Michael Olise das Milliardenensemble in Führung geschossen, auf durchflutetem Rasen schloss er nach der wetterbedingt massiv verlängerten Halbzeit schließlich mit seinem 16. WM-Treffer zu Miroslav Klose auf (54.). Außerdem traf Ousmane Dembélé (66.).
Damit stehen die Franzosen vorzeitig in der K.o.-Runde, am 26. Juni geht es in Boston gegen Norwegen nur noch um den Gruppensieg. Mit Platz eins in der Gruppe I wäre das Team von Trainer Didier Deschamps möglicher deutscher Gegner im Achtelfinale. Der punktlose Irak steht dagegen vor dem Aus.
Im Tagesverlauf herrschte bereits Ungewissheit über die Austragung der Partie, der nationale Wetterdienst hatte eine Unwetterwarnung wegen Gewitters und eines möglichen Tornados ausgegeben. Doch nach rund 40-minütiger Verzögerung beim Zuschauereinlass klarte der Himmel über Philadelphia erst einmal auf, und die Begegnung konnte planmäßig starten. Somit kam der neue französische Rekordtorjäger Mbappé, der im ersten WM-Spiel Olivier Giroud abgelöst hatte, zu seinem 100. Länderspiel.
Und natürlich durften Treffer zum Jubiläum nicht fehlen: Mal wieder auf Vorlage von Olise zirkelte der Superstar den Ball aus 18 Metern mit links ins Eck. Die Équipe Tricolore zeigte anders als beim 3:1 zum Auftakt gegen den Senegal von der ersten Minute an große Spielfreude, kombinierte blitzschnell und stellte den extrem tiefstehenden Irak vor riesige Probleme. Doch es haperte oftmals im Angriffsdrittel am letzten Pass.
Nachdem in der Trinkpause der Rasen noch ordentlich bewässert worden war, setzte nach 37 Minuten sintflutartiger Regen ein. Da sich im nahen Umkreis ein Gewitter befand, wurde das Stadion gemäß den US-Richtlinien zur Sicherheit der Fans zur Pause evakuiert. In der Arena selbst war allerdings kein Donnern zu hören und auch kein Blitzen zu sehen. "Wir erholen uns. Es hilft nichts, zu spekulieren. Es gab eine Warnung", sagte Deschamps.
In den Katakomben herrschte lange Ungewissheit, ehe Durchgang zwei mit 117 Minuten Verzögerung begann. Die Wassermassen standen trotz aller Bemühungen fleißiger Helfer mit Walzen und Besen aber auf dem Platz, der Ball rollte an einigen Stellen nicht normal. Doch das störte Frankreichs Stars kaum: Mbappé nahm ein Geschenk von Iraks Defensive an, und Dembélé legte nach. Die Schlussphase wurde im nun wieder trockenen Philadelphia zum Schaulaufen.
D.Schneider--BTB