Berliner Tageblatt - Blatter zum Fall Balogun: "Quo vadis, FIFA?"

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Blatter zum Fall Balogun: "Quo vadis, FIFA?"
Blatter zum Fall Balogun: "Quo vadis, FIFA?" / Foto: © SID

Blatter zum Fall Balogun: "Quo vadis, FIFA?"

Der frühere FIFA-Präsident Joseph Blatter (90) sieht nach der Entscheidung des Weltverbands im "Fall Balogun" die Integrität des Fußballs in Gefahr. "Rote Karten werden im Fußball nicht durch politische Interventionen aufgehoben – sondern nach klaren Regeln und durch unabhängige Instanzen", sagte Blatter auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes (SID): "Wenn ein US-Präsident beim FIFA-Präsidenten interveniert und danach ein Spieler vor einem WM-Achtelfinale begnadigt wird, stellt sich eine einfache Frage: Quo vadis, FIFA? Der Fußball darf nie zum Spielball der Politik werden."

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Am Sonntag hatte die FIFA die Sperre für US-Stürmer Balogun aus dem WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) zur Bewährung ausgesetzt. Balogun ist damit im Achtelfinale der USA gegen Belgien (Dienstag, 2.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) spielberechtigt. Laut der Nachrichtenagentur AFP und der New York Times rief US-Präsident Donald Trump persönlich bei FIFA-Chef Gianni Infantino an, um ihn um eine Überprüfung der Roten Karte zu bitten.

J.Horn--BTB