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Klopp erklärt Verzicht auf Sané und Co.: "Nicht Fuß gefasst"
44 Profis, darunter 16 ohne Länderspiel - aber kein Platz für Deniz Undav oder Leroy Sané? Jürgen Klopp musste sich erklären. Und der neue Bundestrainer hatte gute Argumente für den Verzicht auf den ein oder anderen altgedienten Star bei seinem Neustart mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.
"Leroy hat in der Saison noch nicht wirklich Fuß gefasst", erklärte Klopp bei seiner Kader-Präsentation am Donnerstag in Frankfurt/Main und bekannte, dass er mit dem Türkei-Legionär bislang noch nicht einmal gesprochen habe. Aber: "Ich werde mit ihm sicher noch sprechen." Wenn es etwas zu bereden gibt.
Bei Undav war dies der Fall. Klopp hat dem Stuttgarter genau erklärt, warum er ihn aktuell nicht in der DFB-Auswahl sieht. "Deniz hat bisher seine Probleme, er hat noch nicht so richtig in die Saison reingefunden. Ich wollte mich hier für vier Stürmer entscheiden und habe mich für die anderen entschieden - für den Moment." Heißt auch: Undav hat wie alle anderen die Chance, sich weiter zu beweisen. Für niemanden sei die "Tür zu", betonte Klopp.
Eine Ausnahme gibt es aber wohl: Oliver Baumann. Beim Hoffenheimer "ist es ganz einfach so, dass ich mich für Marc-André ter Stegen entschieden habe - und danach wollte ich die nächste Generation haben", erklärte Klopp, der seine Entscheidung dem Torwart persönlich mitgeteilt hat.
Mit Leon Goretzka (Aston Villa) habe er dagegen "auch noch nicht gesprochen, aber Leon ist verletzt". Jamie Leweling sei bei der WM "durch eine Verletzung nicht richtig rund gelaufen" und brauche Zeit. "Hat er verstanden. Also ist ja auch nachvollziehbar."
Grundsätzlich betonte Klopp, dass alle seine Gesprächspartner seine Entscheidung akzeptiert hätten. "So weit das möglich war und sie das eingefordert haben, haben sie auch ein Feedback bekommen darüber, wieso, weshalb. Also was fehlt."
Der Bundestrainer hat "über 50, 60 Telefonate geführt". Warum er mit einigen nicht gesprochen habe, erklärter er so: "Da muss ja auch Substanz sein in den Telefonaten. Einfach nur, hi, hier bin ich, wie geht's?" - danach habe ihm nicht der Sinn gestanden. "Wenn es was zu reden gibt, werden wir reden." Auch mit Sané.
J.Horn--BTB