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Nach 1212 Tagen: BVB zurück an Tabellenspitze
Borussia Dortmund hat seinen Traumstart veredelt und sich nach 1212 Tagen zurück an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga gekämpft. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac erarbeitete sich in ihrem Härtetest beim VfB Stuttgart am Samstag ein 1:0 (0:0) und verabschiedete sich mit vier Siegen aus vier Spielen als Tabellenerster in die lange Länderspielpause.
Maximilian Beier (70.) erlöste den BVB, der zuletzt nach dem 33. Spieltag der Saison 2022/23 auf Platz eins gelegen hatte. Meister wurde damals bekanntermaßen trotzdem der FC Bayern, die Münchner sind mit zehn Punkten nun erster Verfolger des BVB. Erst zum vierten Mal in ihrer Bundesliga-Geschichte haben die Dortmunder die ersten vier Saisonspiele gewonnen.
Stuttgart kommt weiter nicht richtig in Fahrt. Aus den ersten vier Spielen holte der VfB lediglich drei Punkte, deutlich zu wenig für die gestiegenen Ansprüche des Champions-League-Teilnehmers.
Nach dem starken Saisonstart war der BVB "mit breiter Brust" nach Stuttgart gereist, wie Kovac betonte. Hinzu kamen erfreuliche personelle Nachrichten: Konstantinos Karetsas war nach seinem Kollaps vor rund eineinhalb Wochen zurück im Kader, der Grieche saß zunächst auf der Bank.
Dafür standen Nico Schlotterbeck, Felix Nmecha und Waldemar Anton in der Startelf, also alle BVB-Profis aus dem XXL-Kader von Bundestrainer Jürgen Klopp. Selbes Bild beim VfB: Finn Jeltsch, Chris Führich, Maximilian Mittelstädt und Josha Vagnoman, allesamt von Klopp berufen, begannen. Genauso wie die nicht berücksichtigten Deniz Undav und Angelo Stiller.
Man wolle "die Jungs wieder ins Schaufenster stellen", hatte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß zuvor betont. Viele Gelegenheiten bekamen sie dazu jedoch nicht. Stattdessen sahen die 60.000 Zuschauer in der Stuttgarter Arena eine zerfahrene Anfangsphase - mit dem immer gleichen Bild: Der BVB versuchte es mit hohem Pressing, Stuttgart befreite sich daraus, nutzte aber die Räume dahinter nicht.
Erst nach mehr als einer halben Stunde war einer der beiden Torhüter ernsthaft gefordert: BVB-Keeper Gregor Kobel (31.) rettete nach einem Fehler von Joane Gadou mit dem Fuß gegen Undav. Kurz darauf (34.) setzte Bilal El Khannouss einen Kopfball aus kurzer Distanz knapp rechts neben das Tor. Es war die mit Abstand beste Chance vor der Pause.
Daran änderten auch die ersten Minuten der zweiten Halbzeit nichts. Kovac reagierte nach einer Stunde und brachte Karetsas und Jobe Bellingham in die Partie. Der Engländer bediente wenig später Beier im Zentrum, der nur noch einzuschieben brauchte. Karetsas (73.) vergab kurz darauf die große Chance aufs 2:0.
O.Krause--BTB