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Verstappen holt Pole Position - und muss zu den Stewards
Weltmeister Max Verstappen hat die Pole Position für den Großen Preis von Japan erobert und damit beste Chancen auf den vorzeitigen Titelgewinn. Der Niederländer im Red Bull fuhr im Qualifying von Suzuka in 1:29,304 Minuten die schnellste Runde, dabei war er lediglich zehn Tausendstelsekunden schneller als Charles Leclerc im Ferrari. Dessen Teamkollege Carlos Sainz wurde Dritter.
Aufgrund eines Vorfalls im Qualifying muss Verstappen allerdings um 10.00 Uhr deutscher Zeit noch zu den Rennkommissaren. Im Rennen am Sonntag (7.00 Uhr MEZ/Sky) kann er seinen zweiten WM-Titel aus eigener Kraft vorzeitig perfekt machen: Gewinnt er und holt zudem den Bonuspunkt für die schnellste Rennrunde, spielt das Ergebnis der Verfolger keine Rolle. Nur Leclerc und Verstappens Teamkollege Sergio Perez können den Niederländer fünf Rennen vor Schluss theoretisch noch abfangen, Perez startet am Sonntag von Rang vier.
Verstappen muss bei den Stewards noch einen heiklen Vorfall besprechen: Auf einer Einrollrunde näherte sich Lando Norris im McLaren mit hoher Geschwindigkeit. Verstappen wollte offenbar seine Reifen aufwärmen, der Red Bull stand plötzlich quer, Norris konnte eine Kollision nur verhindern, indem er auf den Grünstreifen auswich. "Das muss ganz klar eine Strafe geben", sagte Norris später.
Sebastian Vettel schaffte es im Aston Martin mit drei Tausendsteln Vorsprung haarscharf in den letzten Qualifying-Abschnitt, er startet von Rang neun in seinen letzten Suzuka-Grand-Prix.
Mick Schumacher zeigte nach seinem sehr enttäuschenden Freitag eine verbesserte Leistung, holte für sein Suzuka-Debüt aber nur Startplatz 15. Im ersten freien Training am Vortag war er nach einem Fahrfehler abgeflogen, das Chassis seines Haas musste daraufhin gewechselt werden, er verpasste die zweite Session. Auf der ihm noch fremden Strecke schaffte er es im Qualifying nun dennoch auf Anhieb in den zweiten Abschnitt, seinem Teamkollegen Kevin Magnussen (18.) gelang das nicht. Schumacher muss sich bei Haas weiterhin für einen Vertrag für 2023 empfehlen und hofft auf Punkte in Suzuka.
Eine entscheidende Rolle könnte am Sonntag das Wetter spielen. Am Freitag hatte es durchgehend geregnet, am Samstag blieb es trocken. Das Rennen dürfte wieder auf nasser Strecke stattfinden, die Kräfteverhältnisse könnten sich dadurch verändern. Schumachers Haas etwa wirkte in Japan bei Regen deutlich konkurrenzfähiger.
J.Bergmann--BTB