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Menschenrechte für Faeser "verbindliche Vergabestandards"
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat nach ihrer Rückkehr aus dem WM-Gastgeberland Katar erneut die Bedeutung der Menschenrechtssituation bei der künftigen Vergabe von Großereignissen hervorgehoben. Diese müssten "verbindliche Vergabestandards für große Sportevents" sein, forderte die für den Sport zuständige Ministerin im FAZ-Interview. Zuvor hatte Faeser angekündigt, trotz ihrer Kritik am Ausrichter der Fußball-Weltmeisterschaft (20. November bis 18. Dezember) das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft zu besuchen.
"Für mich war wichtig, von der katarischen Regierung die Garantie zu bekommen, dass alle Fans bei dieser WM sicher sind", sagte Faeser: "Jeder muss sich frei und ohne Angst bewegen können – egal, woher er kommt, egal, an wen er glaubt, egal, wen er liebt." Diese Garantie habe ihr Premierminister Scheich Chalid bin Chalifa Al-Thani gegeben.
Katar habe bereits "erste Reformschritte gemacht", so Faeser, "aber natürlich ist der Weg noch nicht beendet". Um über die Endrunde hinaus Veränderungen sicherzustellen, sei ein anhaltender Dialog mit dem Land nötig, "um den Weg zu weiteren Reformen zu begleiten". Die Bereitschaft dazu habe sie "in maßgeblichen Teilen der katarischen Regierung wahrgenommen", sagte sie.
Unter Berufung auf eine an dem Treffen beteiligte Person hatte die Nachrichtenagentur AFP berichtet, die katarische Seite habe lediglich frühere Zusicherungen wiederholt. Demnach seien alle Fans "willkommen", es müssten aber auch "die Kultur und der Glaube" in Katar "respektiert" werden.
H.Seidel--BTB