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Letztes Walfangunternehmen Islands kündigt Klage gegen mögliches Verbot an
Das letzte Walfangunternehmen Islands, Hvalur, will gegen die Regierung klagen, sollte der Fang von Finnwalen vor der Insel verboten werden. Hvalur-Chef Kristjan Loftsson sagte der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag, er werde sich "natürlich" an ein Verbot halten. "Aber wir werden die Regierung verklagen - also werden sie es nicht wagen." Denn Havlur werde eine "hohe Entschädigung fordern", ein Verbot werde den Staat also "eine Menge Geld kosten", sagte der 83-Jährige.
Die Regierung hatte kürzlich angekündigt, sie wolle dem Parlament im Februar einen Gesetzentwurf mit "Empfehlungen" für ein dauerhaftes Verbot des Walfangs vorlegen. Industrieministerin Hanna Katrín Frioriksson sagte dem Medienportal Visir, der Walfang sei kaum noch profitabel und der Tierschutz habe Vorrang. Im vergangenen Jahr sei trotz Genehmigung "niemand" zum Walfang aufgebrochen. In diesem Jahr sei der Fang "weit unter der festgelegten Quote" geblieben.
Loftsson sagte AFP, er sei gar nicht beunruhigt. Er sei zuversichtlich, dass sich das geplante Gesetz "niemals materialisiert". Es habe in der Vergangenheit schon ähnliche Pläne gegeben - "sie sind alle versandet".
Island ist neben Norwegen und Japan eins der letzten Länder, das den kommerziellen Walfang erlaubt. Hvalur (isländisch für Wal) beschäftigt in der Walfangsaison von Anfang Juni bis Anfang September rund 150 Menschen, den Rest des Jahres etwa 40 bis 50.
J.Horn--BTB