-
WDR: Linksextreme Gruppe bekennt sich zu Anschlag auf NRW-Bahnstrecke
-
Fortschritte bei Kampf gegen tödlichen Waldbrand in Andalusien
-
Verletzte bei russischen Angriffen auf Kiew - Selenskyj fordert rasche Patriot-Lizenz
-
Irans oberster Führer droht mit Rache für Tötung seines Vaters
-
Pilot bei Absturz von Ultraleichtflugzeug in Niedersachsen verletzt
-
Grüne pochen auf Festhalten an Treibhausgasneutralität bis 2045
-
252 Millionen: Wembanyama verlängert bei den Spurs
-
Nach dem Tod von britischer Ex-Ministerin festgenommener Mann wieder frei
-
Geiselnahme in Berliner Supermarkt: Polizei überwältigt Täter mit Taser
-
Selenskyj: Elf Verletzte bei russischen Angriffen auf ukrainische Hauptstadt Kiew
-
Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD bekräftigt Ziel Regierungsübernahme
-
6600 Hektar Land durch Waldbrand in Spanien zerstört - Wetterbedienungen bessern sich
-
Grüne schlagen für Sommerferien 49-Euro-Ticket für Familien vor
-
Kane plaudert über "surreales" Treffen mit Trump beim Golf
-
Geiselnahme in Berlin beendet - Täter mit Taser überwältigt
-
Branchenverbände schlagen System zur Kennzeichnung von KI-erzeugter Musik vor
-
Berichte: USA fordern Ende der Angriffe in Straße von Hormus und stellen Iran Ultimatum
-
Mehr als 14.000 Menschen bringen sich in Taiwan vor Taifun "Bavi" in Sicherheit
-
Schnieder räumt Defizite bei Generalsanierungen von Bahnstrecken ein
-
Bericht: Regierung sieht hohe Dunkelziffer bei Sozialleistungsbetrug
-
Vinicius Júnior entschuldigt sich bei Fans
-
Mission Klopp: DFB-Spitze trifft sich mit Wunsch-Bundestrainer
-
Geiselnahme in Berlin: Mann hält Frau in Supermarkt seit Stunden in seiner Gewalt
-
Trump: Iran wird bei Mordanschlag auf mich "vollständig vernichtet"
-
Aldag kritisiert Evenepoel: "Absolut unnötig"
-
"Bleibe hungrig": Zverev hat Lust auf Nachschlag
-
Wadephul kündigt gemeinsame Libanon-Initiative mit Frankreich an
-
Havanna-Syndrom: US-Regierung zahlt Betroffenen erste Entschädigungen
-
Klöckner kritisiert Fokus von Bundestagsabgeordneten auf Online-Netzwerke
-
Nach Trump-Drohung verschobene Brücken-Öffnung nach Kanada soll nun stattfinden
-
Zum zweiten Mal in fünf Tagen: Neuer landesweiter Stromausfall in Kuba
-
Hunderte Babys in Peru nach Norwegens Fußballstar Erling Haaland benannt
-
Trump-Regierung weicht Artenschutzgesetz auf
-
Erstmals seit vier Jahren: Harry und Familie von Charles und Camilla empfangen
-
Rufe nach Aufschub der Klimaneutralität Deutschlands um fünf Jahre
-
Zahl der Erdbeben-Toten in Venezuela steigt auf über 4000
-
Apple verklagt OpenAI wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen
-
Taylor Swift zahlt New York umgerechnet 140.000 Euro für Hochzeit
-
Merino rettet Spanien: Jetzt Giganten-Duell gegen Frankreich
-
Britische Polizei nimmt nach Tod von Ex-Ministerin Mordermittlungen auf
-
Regisseur Christopher Nolan hat für "KI-Schmodder" nichts übrig
-
US-Zeugen widersprechen ICE nach Todesschüssen auf Mexikaner
-
Djokovic plant Rückkehr nach Wimbledon
-
Berlins Finanz- und Kultursenator Evers für Wegner-Nachfolge nominiert
-
Prinz Harry und Familie erstmals seit 2022 von König Charles und Camilla empfangen
-
CDU-Kreise: Berlins Finanz- und Kultursenator Evers als Spitzenkandidat nominiert
-
Wimbledon: Zverev trifft im Finale auf Sinner
-
China erteilt Online-Gigant Shein Genehmigung für Börsengang in Hongkong
-
Medien: Dortmund einigt sich mit Barcelona über Adeyemi-Wechsel
-
Belgien will Straßenmaut für alle Autofahrer einführen
Russland vertieft Taliban-Bindung
Russland richtet seinen Blick verstärkt auf Afghanistan und intensiviert die Beziehungen zu den dort herrschenden Taliban. Seit der Machtübernahme der Taliban im August 2021, nach dem Rückzug der westlichen Truppen, hat Moskau seine diplomatischen und wirtschaftlichen Kontakte nach Kabul ausgebaut. Ein markanter Schritt war die Entscheidung des russischen Obersten Gerichts im April 2025, die Taliban von der Liste terroristischer Organisationen zu streichen. Dieser symbolische Akt ebnet den Weg für eine engere politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit, ohne jedoch eine offizielle Anerkennung der Taliban-Regierung zu bedeuten.
Die Annäherung begann bereits Jahre zuvor. Schon 2015 knüpfte Russland informelle Kontakte zu den Taliban, und seit 2021 sind hochrangige Delegationen regelmäßig zu Wirtschaftsforen in Russland gereist. Ein Beispiel ist das Wirtschaftsforum in St. Petersburg, bei dem Taliban-Vertreter 2022 und 2024 teilnahmen. Ziel Moskaus ist es, Afghanistan als Handels- und Logistikknotenpunkt zu etablieren. Pläne für transafghanische Eisenbahnprojekte und die Nutzung von Öl- und Gaspipelines, die bis nach Pakistan und Indien reichen könnten, stehen im Fokus. Der Handelsumsatz zwischen beiden Ländern stieg im vergangenen Jahr deutlich an und überschritt die Marke von einer Milliarde US-Dollar – für Afghanistan ein bedeutender Betrag, für Russland jedoch vergleichsweise gering.
Ein weiterer Antrieb für die Zusammenarbeit ist die gemeinsame Bekämpfung des Terrorismus, insbesondere des Islamischen Staates Provinz Khorasan (ISPK). Nach dem Anschlag in einer Moskauer Konzerthalle im März 2024, bei dem über 140 Menschen starben, betonten sowohl Russland als auch die Taliban ihre Kooperation gegen diese Bedrohung. Die Taliban haben zugesichert, Kämpfer zu vertreiben, die Anschläge im Ausland planen, was Russland als strategischen Vorteil sieht. Dennoch bleibt die Partnerschaft pragmatisch: Moskau verfolgt eine defensive Realpolitik, die darauf abzielt, Afghanistan als stabile Region zu nutzen, ohne direkte militärische Präsenz.
Wirtschaftlich liefert Russland große Mengen an Benzin, Diesel, Flüssigerdgas und Weizen nach Afghanistan, oft zu vergünstigten Preisen. Vereinbarungen über den Bau eines Wärmekraftwerks und die Beteiligung russischer Unternehmen an einer Gaspipeline von Turkmenistan nach Südasien wurden angekündigt, auch wenn konkrete Umsetzungen noch ausstehen. Für die Taliban, die international isoliert sind, bieten diese Beziehungen eine Chance, wirtschaftliche Stabilität und regionale Integration zu fördern, etwa durch Infrastrukturprojekte mit Zentralasien und dem Iran.
Die russische Politik in Afghanistan spiegelt eine antiwestliche Strategie wider. Nach dem Abzug der USA und ihrer Verbündeten nutzt Moskau das entstandene Vakuum, um seinen Einfluss zu erweitern. Gleichzeitig bleibt Russland vorsichtig: Eine führende Rolle als Ordnungsmacht wird angesichts der Erfahrungen aus dem sowjetischen Afghanistankrieg (1979–1989) vermieden. Damals führte die sowjetische Invasion zu einem Jahrzehnt Krieg und destabilisierte die Region. Heute setzt Russland auf Diplomatie und Wirtschaft, um Stabilität zu fördern, ohne direkte militärische Risiken einzugehen.
Die Beziehungen sind jedoch nicht ohne Herausforderungen. Die Taliban kämpfen mit einer schwachen Wirtschaft und humanitären Krisen, verschärft durch Naturkatastrophen und Massenabschiebungen aus Nachbarländern wie Pakistan und Iran. Russland wiederum hat nur begrenzte Ressourcen, um Afghanistan umfassend zu unterstützen, und steht vor dem Dilemma, wirtschaftliche Verträge mit einer international nicht anerkannten Regierung abzuschließen. Dennoch signalisiert die Streichung der Taliban von der Terrorliste eine klare Absicht: Russland sieht in Afghanistan einen Partner, um geopolitische und wirtschaftliche Ziele zu verfolgen, während es gleichzeitig seine antiwestliche Allianz stärkt.
Zerreißprobe Indien–USA?
Iran: Vom Boom zum Bankrott
Bosnien alarmiert Europa
Pentagon stoppt Chinas Macht
Tokios Wohnwunder erklärt
Tel Aviv trotzt dem Krieg
Kanadas Energiedruck auf USA
Trumps Zölle vor dem aus?
Nepal in Flammen: Ursachen
Milei verliert: Linke zurück
Birgit Bessin (AfD) vs Grüne