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EZB hebt Leitzinsen um 0,5 Prozentpunkte an
Die Europäische Zentralbank (EZB) hält wegen der anhaltend hohen Inflation an der Erhöhung der Leitzinsen fest - nimmt dabei jedoch das Tempo raus: Die Notenbank erhöht die Leitzinssätze um jeweils 0,5 Punkte auf zwischen 2,0 bis 2,75 Prozent, wie sie nach der Ratssitzung am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. Bei den beiden vorangegangenen Treffen hatte die EZB die Zinssätze noch um 0,75 Prozentpunkte erhöht.
Der wichtigste der drei Leitzinssätze, der Hauptrefinanzierungssatz, zu dem sich Banken bei der EZB Geld leihen können, liegt künftig bei 2,5 Prozent; das ist der höchste Satz seit 2008. Die anderen beiden Sätze, der Spitzenrefinanzierungssatz und der Einlagensatz, steigen auf 2,0 beziehungsweise 2,75 Prozent. Weitere Erhöhungen in den kommenden Monaten schloss die EZB nicht aus. Nur so könne eine "zeitnahe Rückkehr der Inflation zum mittelfristigen Zwei-Prozent-Ziel gewährleistet" werden, hieß es.
Die EZB senkte außerdem ihre Wachstumsprognose für die Eurozone für kommendes Jahr auf noch 0,5 Prozent - eine Rezessionsgefahr für die Länder der Währungsunion sieht sie gleichwohl also nicht. Bei der Inflation geht die Zentralbank von 6,3 Prozent im kommenden Jahr aus, bevor die Teuerung 2024 wieder im Schnitt 3,4 Prozent betragen dürfte.
O.Lorenz--BTB