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Verbraucherschützer fordern von Regierung Start einer Ernährungswende
Zu Beginn der Grünen Woche in Berlin hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) die Bundesregierung zu "entschiedenen Schritten" aufgefordert, um eine Ernährungswende einzuleiten. Konkret pocht der vzbv auf eine strenge Regulierung von an Kinder gerichteter Lebensmittelwerbung, eine Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte sowie den Kampf gegen irreführende Klimaaussagen (Greenwashing) bei Lebensmitteln.
"In der Landwirtschafts- und Ernährungspolitik kann sich Deutschland ein Weiter-so ökonomisch und ökologisch nicht leisten", erklärte vzbv-Chefin Ramona Pop. "Unser Ernährungssystem ist nicht nachhaltig und geht zu Lasten künftiger Generationen." Pop nannte es einen "Skandal", dass eine ausgewogene Ernährung für viele Menschen mit geringem Einkommen in einem so reichen Land wie Deutschland "unmöglich" sei.
Pop forderte Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) auf, die Gespräche im Rahmen der Grünen Woche zu nutzen, um politische Lösungen voranzutreiben. Die Politik müsse dafür sorgen, dass nachhaltige und gesunde Lebensmittel besser erkennbar seien, zum Beispiel durch einen verpflichtenden Nutri-Score und eine einheitliche Kennzeichnung von nachhaltigen Lebensmitteln auf EU-Ebene. Auch eine Süßgetränkeabgabe für Hersteller fordert der vzbv.
C.Kovalenko--BTB