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Bisheriger Leiter von Eons Großbritannien-Geschäft übernimmt bei Uniper
Der bisherige Chef der britischen Tochter des Essener Energiekonzerns Eon, Michael Lewis, wird neuer Vorstandschef des verstaatlichten Uniper-Konzerns. Dies habe der Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, teilte Uniper am Mittwoch mit. Lewis folgt damit auf Klaus-Dieter Maubach, der infolge der Verstaatlichung des Düsseldorfer Unternehmens zurückgetreten war.
Der neue Vorstandschef soll den Angaben zufolge "zeitnah" formell ernannt werden und einen Vertrag über fünf Jahre bekommen. Maubach hatte im Januar seinen Rücktritt angekündigt und sein Amt zu Ende Februar niedergelegt. Am Dienstag waren Finanzchefin Jutta Dönges und der neue Geschäftsführer Holger Kreetz vorerst mit der Unternehmensleitung betraut worden.
Lewis hat laut Uniper "fast 30 Jahre Erfahrung im Energiesektor mit einem besonderen Fokus auf den Bereich Erneuerbare Energien". Bei Eon war er demnach seit 2007 tätig, 2017 übernahm er den Chefposten bei der Tochterfirma Eon UK.
Uniper war durch die erst reduzierten und dann ausgebliebenen Gaslieferungen aus Russland an den Rand der Insolvenz geraten. Der Konzern musste die Lieferverpflichtungen seinen Kunden gegenüber einhalten und Gas zu sehr viel höheren Preisen einkaufen. Dadurch häufte er Milliardenverluste an. Der Bund übernahm den Konzern im Dezember mit der Begründung, dies diene der Energieversorgungssicherheit in Deutschland.
J.Horn--BTB