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Tarifverdienste im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent gestiegen
Die Tarifverdienste in Deutschland sind im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Werden die Tarifverdienste ohne Sonderzahlungen betrachtet, ergibt sich ein Plus von 1,4 Prozent verglichen mit dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Im selben Zeitraum erhöhten sich allerdings die Verbraucherpreise in Deutschland um 6,9 Prozent.
Bei der Entwicklung ist die Besonderheit zu beachten, dass das Vergleichsjahr 2021 wegen der Corona-Pandemie ein Jahr mit einer unterdurchschnittlichen Erhöhung der Tariflöhne war, wie die Statistiker in Wiesbaden betonten. Wegen der Pandemie wurden unter anderem Tarifverhandlungen auf 2022 verschoben. Außerdem war 2022 von der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns geprägt.
Die stärksten Anstiege der Tariflöhne mit Sonderzahlungen gab es im Gastgewerbe mit 6,9 Prozent, bei sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit 5,0 Prozent sowie im Baugewerbe mit 3,9 Prozent. Im Verarbeitenden Gewerbe stand hingegen nur ein Plus von 1,3 Prozent, im Bereich Erziehung und Unterricht waren es 1,8 Prozent.
A.Gasser--BTB