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Umsatzwarnung: Aktienkurs von Schuhmarke Dr. Martens fällt um mehr als 25 Prozent
Der Aktienkurs der britischen Schuhmarke Dr. Martens ist nach einer Umsatzwarnung am Donnerstag stark gefallen. Am Nachmittag notierte der Preis pro Anteilsschein an der Londoner Börse bei rund 85 Pence und damit knapp 26 Prozent unter dem Vortageskurs. Dr. Martens warnte, der Jahresumsatz werde im Vorjahresvergleich um einen "hohen einstelligen Prozentsatz" sinken.
Dr. Martens war erst 2021 an die Börse gegangen - damals kostete eine Aktie 370 Pence. Im bis Ende März laufenden Geschäftsjahr 2023/2024 sanken die Umsätze im ersten Halbjahr um fünf Prozent auf 396 Millionen Pfund (458 Millionen Euro), der Gewinn sackte um 57 Prozent auf 19 Millionen Pfund ab.
Firmenchef Kenny Wilson erklärte, vor allem das Geschäft in den USA sei "herausfordernd". Dort sanken die Umsätze um 18 Prozent, während sie in Europa, Nahost und Afrika zulegten. In den USA will Dr. Martens nun die Werbung intensivieren und das Onlineangebot verbessern. Das warme Wetter weltweit habe ebenfalls auf den Verkäufen gelastet.
"Die Anleger haben Dr. Martens einen Tritt gegeben", kommentierte Susannah Streeter von Hargreaves Lansdown. Es sei ein schlechtes Jahr für das Unternehmen gewesen, die Anleger seien "nicht beeindruckt von mangelnden Angaben, wie eine Umkehr zu schaffen ist". Russ Mould von AJ Bell erklärte, in mageren Zeiten seien die Schuhe vielleicht etwas zu teuer.
Dr. Martens verkauft jährlich mehr als elf Millionen Paar Schuhe mit den markanten gelben Nähten. Sie sind in über 60 Ländern zu haben; der Onlinehandel macht ein Fünftel des Umsatzes aus. Die Marke, die untrennbar mit der Punkbewegung verbunden ist, wurde 1960 gegründet.
N.Fournier--BTB