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Französisches KI-Startup Mistral AI sammelt 385 Millionen Euro an Investitionen
Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral AI hat sich nach eigenen Angaben Investitionen in Höhe von 385 Millionen Euro gesichert. Das Unternehmen wolle ein "europäischer Champion mit weltweiter Ausrichtung im Bereich Künstliche Intelligenz" werden, erklärte Unternehmenschef Arthur Mensch am Sonntag. Unter den europäischen KI-Unternehmen ist bislang lediglich Aleph Alpha aus Heidelberg finanziell noch besser ausgestattet.
Mistral AI hatte bei einer ersten Investorenrunde im Juni bereits 105 Millionen Euro aufgebracht. Bei der zweiten Finanzierungsrunde wurde das Unternehmen nach Angaben aus Finanzkreisen mit zwei Milliarden Dollar bewertet. Aleph Alpha hatte sich Anfang November Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro gesichert.
Unter den Geldgebern von Mistral AI sind nach dessen Angaben das US-Software-Unternehmen Salesforce sowie die Bank BNP Paribas und die Reederei CMA CGM aus Frankreich. Nach Angaben aus Branchenkreisen ist auch der US-Chiphersteller Nvidia, ein Spezialist für hochleistungsfähige Halbleiter für KI-Anwendungen, mit an Bord.
Mistral AI wurde vor weniger als einem Jahr von drei Franzosen gegründet, die zuvor in den USA gearbeitet hatten. Unternehmenschef Mensch war drei Jahre beim KI-Labor von Google, seine Geschäftspartner Guillaume Lample und Timothée Lacroix entwickelten und forschten beim Facebook-Mutterkonzern Meta.
In der US-Presse wurde das Unternehmen bereits als potenzieller Rivale von Open AI, dem Unternehmen hinter dem Chatbot ChatGPT, genannt. Bislang beschäftigt die Firma 22 Mitarbeiter, größtenteils Ingenieure, die KI-Lösungen entwickeln, die sich wie auch ChatGPT und andere Programme aus öffentlichen Daten speisen. Mistral AI hat sich der Einhaltung der neuen EU-Regeln für Künstliche Intelligenz verpflichtet.
T.Bondarenko--BTB