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Porsche verschiebt Einführung von E-Modellen - VW senkt Jahresprognose erheblich
Der Automobilkonzern Volkswagen hat wegen der geringen Nachfrage nach Elektro-Autos seiner Tochter Porsche seine Prognosen für 2025 deutlich nach unten korrigiert. Der Volkswagen-Konzern gehe von einem um rund 5,1 Milliarden Euro niedrigeren operativen Jahresergebnis aus als bisher erwartet, wie aus einer Mitteilung vom Freitagabend hervorgeht. Die operative Umsatzrendite wurde von zuvor vier bis fünf Prozent auf zwei bis drei Prozent gesenkt, der erwartete Umsatz bleibt aber stabil.
Porsche hatte ebenfalls am Freitag angekündigt, mehrere vollelektrische Modelle später als bisher geplant auf den Markt zu bringen. "Insbesondere soll die Entwicklung der geplanten neuen Plattform für Elektrofahrzeuge für die 2030er Jahre neu terminiert werden", teilte Porsche mit. Damit reagiere das Unternehmen "auf die deutlich langsamere Entwicklung bei der Nachfrage nach exklusiven batterieelektrischen Fahrzeugen".
Porsche kündigte an, künftig stärker als bisher geplant auf Verbrenner und Hybrid-Wagen zu setzen. "Die bisher vollelektrisch geplante neue SUV-Baureihe oberhalb des Cayenne wird marktbedingt bei Markteinführung zunächst ausschließlich als Verbrenner und Plug-in-Hybrid angeboten", teilte Porsche mit. "Zudem werden aktuelle Modelle wie der Panamera und der Cayenne mit Verbrennungsmotor und Plug-in-Hybrid bis weit in die 2030er Jahre erhältlich sein."
Durch die Entscheidungen würden "Abschreibungen und Rückstellungen erforderlich, die das Operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2025 mit voraussichtlich bis zu 1,8 Milliarden Euro belasten werden", hieß es in der Mitteilung von Porsche. Diese Belastungen seien in der bisher veröffentlichten Prognose für das Geschäftsjahr 2025 nicht berücksichtigt.
Porsche-Chef Oliver Blume sprach von "einem aktuell hoch volatilen Umfeld" auf dem Automarkt. "Aktuell erleben wir massive Umwälzungen im Umfeld der Automobilindustrie, deshalb stellen wir Porsche umfassend neu auf", erklärte Blume. "Damit gehen wir auf neue Marktrealitäten und Kundenbedürfnisse ein – mit begeisternden Produkten für unsere Kunden und robusten Finanzergebnissen für unsere Investoren."
Neben der stockenden Umstellung auf Elektrofahrzeuge hat Volkswagen mit einer schwachen Nachfrage und hohen Kosten in Europa, einem harten Wettbewerb in China und den Auswirkungen der Zölle von US-Präsident Donald Trump zu kämpfen.
B.Shevchenko--BTB