-
Streit um Pestizid Glyphosat: Bayer siegt erneut vor US-Gericht
-
Druck von Behörden: Unabhängige russische Zeitung "Nowaja Gaseta" muss Arbeit einstellen
-
"Ausschlaggebend war der Tankrabatt": Inflation geht auf 2,8 Prozent zurück
-
Cyberangriff auf Berliner Charité: Kontaktdaten abgegriffen
-
Bis zu vier Mal so viel wie im Vorjahr: Ölkonzerne machen Milliardengewinne
-
Kassen-Zusatzbeiträge sollen 2027 stabil bleiben - bei 2,9 Prozent
-
"GenZ"-Proteste: Initiatoren klagen Regierung an - Appelle für friedliche Demos
-
Landesweite Proteste in Italien gegen hohe Preise
-
Kanzler Merz betont nach Asien-Reise Bedeutung der Handelsbeziehungen
-
Kryptobörse Binance meldet massiven Hackerangriff - Höhe des Schadens unklar
-
Chemie-Industie: Evonik lehnt Übernahmeangebot von BASF ab
-
Iran-Krieg: Merz ruft zu diplomatischer Lösung auf
-
Strafbefehl erlassen: Berliner Polizist soll Interna weitergegeben haben
-
Evakuierung von Einwohnern aus russisch besetzter ukrainischer Stadt Oleschky begonnen
-
Regionalliga: DFB-Präsidium einigt sich auf Kompassmodell
-
Friedenspflicht in Metall- und Elektroindustrie endet - Warnstreiks ab Sonntag
-
Nach "Angst"-Eingeständnis von Eralp: Druck auf SPD zu Verzicht auf Koalition
-
Leichtes Wachstum: Deutsche Wirtschaft trotzt hohen Energiepreisen und Niedrigwasser
-
Berliner SPD lässt Mitglieder über mögliche rot-grün-rote Koalition abstimmen
-
Airline: Bei Bolsonaro-Flucht verwendetes Flugzeug wurde aus den USA bezahlt
-
Schwache Herbstbelebung am Arbeitsmarkt - Schlechtere Chancen für Ausbildungssuchende
-
DHB: Mit 14 Vize-Weltmeisterinnen zur EM - Smits als Edeljoker
-
Bus mit Schulkindern kracht in Bad Oldesloe in Hauswand: Mehrere Verletzte
-
CAS: Russland darf an Eishockey-WM in Deutschland teilnehmen
-
Bahn prüft Reduzierung des Zugverkehrs für mehr Pünktlichkeit
-
Schlägerei auf Supermarktparkplatz in Sachsen: 43-Jähriger stirbt
-
Linnemann legt Krankenkassen-Zusatzbeitrag für 2027 auf 2,9 Prozent fest
-
Bewaffnete Frontdienste im Irak: Prozess gegen mutmaßliches IS-Mitglied in Hamburg
-
Amazons Cloud-Geschäft boomt - Konzernumsatz und -gewinn aber unter Erwartungen
-
Bayern im Klassiker ohne Neuer - Kimmich trainiert
-
Treppeneinsturz auf Schulbaustelle: Zwei Arbeiter in Gronau ums Leben gekommen
-
Deutschlands Wirtschaft im dritten Quartal leicht gewachsen
-
Druck von Behörden: Unabhängige russische Zeitung "Nowaja Gaseta" gibt Schließung bekannt
-
Philippinen: Behörden erhöhen Warnstufe nach Ausbruch des Vulkans Mayon
-
Schwache Herbstbelebung am Arbeitsmarkt - 44.000 mehr Arbeitslose als im Vorjahr
-
Quartalsgewinn von Audi eingebrochen - Autobauer korrigiert Prognose nach unten
-
Kassel-Calden: Brandanschlag auf Baustelle von Rüstungs-Logistikzentrum
-
Merz äußert bei Besuch in Südkorea Hoffnung auf Wiedervereinigung mit dem Norden
-
SPD-Fraktionsvize: Berliner SPD soll nicht mit Linke koalieren
-
Steinmeier drängt in Peking auf ausgeglichene Handelsbeziehungen zwischen China und Deutschland
-
"Handelsblatt": Deutsche Autohersteller hoffen auf Zoll-Erleichterungen in den USA
-
Zverev und die gute Fitness: "War der zweitbeste Spieler"
-
Noch härtere Strafe bei Berufung gegen mutmaßliche Giftpilzmörderin in Australien
-
NFL: Packers siegen nach Watson-Schreckmoment gegen Carolina
-
NHL: Ottawas Comeback mit drei Stützle-Assists ohne Krönung
-
Becker gratuliert: Zverev feiert Sprung auf die Eins
-
Jubiläum in der Heimat: Pérez macht die 300 voll
-
"Zu weich": Gavel selbstkritisch nach Belgrad-Klatsche
-
Matthäus rät Bayern: Rentenvertrag für Kane
-
Kryptobörse Binance meldet massiven Hackerangriff - Mehr als 2,5 Milliarden Dollar eingefroren
Industrieverband fordert stärkere Standardisierung in deutscher Bauwirtschaft
Ohne eine stärkere Standardisierung und Industrialisierung in der Bauwirtschaft sind zentrale Infrastrukturziele wie der Neubau von jährlich 400.000 Wohnungen nach Einschätzung des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI) nicht zu erreichen. Bauen und Sanieren müssten "deutlich effizienter und produktiver werden", forderte der Dachverband in einem am Freitag in Berlin veröffentlichten Positionspapier. "Dazu muss die bisher vorherrschende Kleinteiligkeit beim Bauen überwunden werden."
Der BDI verwies dabei unter anderem auf das von der Berliner Ampelkoalition ausgegebene Ziel des Neubaus von 400.000 Wohnungen pro Jahr, um die Lage auf den Wohnungsmarkt zu entspannen. Dazu kämen weitere Herausforderungen für die Bau- und Immobilienwirtschaft im Rahmen der Verkehrs- und Energiewende, etwa die energetische Sanierung des Wohnungsbestands oder der Aus- und Umbau der Verkehrsinfrastruktur. Ein weiterer Kapazitätsausbau der Bauwirtschaft allein werde vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen alleine nicht ausreichen.
Nötig sei deshalb zudem eine "Industrialisierung und Digitalisierung", hieß es in dem Papier. Dieses erfordere neben "seriellen, modularen und typisierten Methoden" vor allem "eine neue partnerschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette Bau", die letztlich von den Architekturbüros über das Baugewerbe und die Zulieferindustrie bis zur Immobilienwirtschaft reiche. Zentral sei außer der Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren auch eine Digitalisierung von Verwaltungs- sowie Projektmanagementprozessen.
Der Gesamtverband der deutschen Wohnungswirtschaft (GdW) stufte das Ziel des Neubaus von 400.000 Wohnungen pro Jahr bereits als unrealistisch ein. In den nächsten drei bis vier Jahren sei dies "illusorisch", sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko der "Bild"-Zeitung vom Freitag. So würden in diesem Jahr bundesweit lediglich rund 250.000 Wohnungen neu entstehen. Probleme bereiteten steigende Baukosten und lange Genehmigungsverfahren. Außerdem müsse das Förderwesen der staatlichen Förderbank KfW reformiert werden, forderte der Verbandspräsident.
Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) sagte der "Bild"-Zeitung, sie halte an dem Neubauziel von 400.000 Wohnungen pro Jahr fest. Eine Abkehr davon wäre "grundverkehrt". Derzeit seien auch im Bausektor die Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu spüren. Knapp 850.000 Wohnungen seien in der Warteschleife, weil Material und Arbeitskräfte fehlten, fügte sie an. Auch die Ministerin sprach sich für Beschleunigungen durch "serielles Bauen" aus.
Laut einer Ifo-Umfrage werden derzeit ungewöhnlich viele Bauprojekte in Deutschland storniert. Beim Hochbau betrug der Anteil der betroffenen Unternehmen im Juni 11,5 Prozent, im Tiefbau waren es 9,0 Prozent, wie das Institut in München mitteilte. Die Größenordnung sei vergleichbar mit dem Schock im Frühjahr 2020 durch den Ausbruch der weltweiten Coronapandemie.
Die Auftragsbücher seien im Mittel zwar weiterhin "prall gefüllt", erklärte das Ifo. Doch es fehle vielerorts an Material: 47,1 Prozent der Hochbauunternehmen meldeten im Juni Lieferengpässe, im Tiefbau waren es 39,7 Prozent. Im Mai seien die Anteile zwar noch deutlich höher gewesen, die Engpässe bildeten sich aber nur langsam zurück. Dabei komme es infolge der Knappheit zu rasanten Preisanstiegen, auch die hohen Energiepreise belasteten.
H.Seidel--BTB