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"Nicht nur eine Lackierung": Britische Regierung verpasst Zügen Union-Jack-Design
Mit einem neuen Design im Stil des Union Jack will die britische Regierung ihr Bemühen um einen verbesserten Bahnverkehr unterstreichen. Die in den rot-weiß-blauen Farben der britischen Flagge lackierten Züge sollen ab März 2026 eingeführt werden. "Das ist nicht nur eine Lackierung", hob Verkehrsministerin Heidi Alexander am Dienstag hervor - es gehe "um eine neue Eisenbahn, die die Frustrationen der Vergangenheit hinter sich lässt".
Hintergrund ist, dass die Labour-Regierung von Premierminister Keir Starmer nach ihrem Amtsantritt im Juli die Wiederverstaatlichung privatisierter Bahnunternehmen zu einer ihrer Prioritäten erklärt hat. Ziel sind unter anderem weniger Verspätungen und niedrigere Ticketpreise. Aufgrund des vielfach als schlecht empfundenen Angebots waren einige Bahnbetreiber bereits unter der konservativen Vorgängerregierung wieder verstaatlicht worden. Nach Angaben der Labour-Regierung sind aktuell sieben große Bahnbetreiber, die rund ein Drittel aller Personenbeförderungen in Großbritannien abdecken, zurück in öffentlicher Hand.
Geplant ist nun, dass bis Ende 2027 alle Betreiber unter staatliche Kontrolle gestellt werden und die Züge im Vereinigten Königreich unter dem Logo der neuen Dachgesellschaft Great British Railways (GBR) rollen. Die Privatisierung des Sektors war insbesondere Mitte der 90er Jahre unter dem konservativen Premierminister John Major vorangetrieben worden. Das Schienennetz befindet sich bereits in öffentlicher Hand und wird von Network Rail betrieben.
O.Bulka--BTB