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Bedrohte Sumatra-Elefanten wegen Waldbränden in Indonesien noch stärker gefährdet
Die bereits vom Aussterben bedrohten Sumatra-Elefanten sind Umweltschützern zufolge aufgrund der schweren Waldbrände in Indonesien noch stärker gefährdet. Zwischen Juni und dem 8. September seien mehr als 4500 Brandherde in 21 Lebensräumen der seltenen Elefanten-Unterart gezählt worden, teilte die Wildtierschutzorganisation Geopix am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP mit. Mehr als 560.000 Hektar Wald seien in diesem Zeitraum niedergebrannt.
In Indonesien kämpfen seit Wochen Einsatzkräfte am Boden und aus der Luft gegen schwere Waldbrände in einigen Gegenden auf den Inseln Borneo und Sumatra. Die Brände sind so schwer, dass der durch sie verursachte dichte Rauch über dem ganzen Land hängt und auch die Nachbarstaaten Malaysia und Singapur erreicht hat.
In den Lebensräumen der Sumatra-Elefanten verdoppelte sich in den vergangenen Wochen laut Geopix die Zahl der Brandherde in etwa: Sie sei von etwa 1300 im August auf mehr als 2800 in der ersten Septemberwoche gestiegen.
Nach Angaben der Umweltorganisation WWF gibt es nur noch 2400 bis 2800 Sumatra-Elefanten auf der Welt. Nun seien die Tiere außerdem durch Brände bedroht, deren Auswirkungen "brutal" seien, sagte Geopix-Kampagnenleiterin Annisa Rahmawati.
"Die Brände haben zum Verlust, zur Schädigung und zur Zersplitterung des Lebensraums geführt, die Nahrungs- und Wasserquellen reduziert und damit die Wanderbewegungen der Elefanten verändert", fügte die Expertin hinzu. Zusätzlich zu dem Nahrungs- und Wassermangel könne der durch die Feuer verursachte giftige Rauch den körperlichen Stress der Sumatra-Elefanten erhöhen.
Im waldreichen Indonesien gibt es während der Trockenzeit, die sich üblicherweise von Juli bis Oktober erstreckt, regelmäßig Waldbrände. In diesem Jahr sind die Brände allerdings heftiger, was teils auf das gegenwärtige Klimaphänomen El Niño zurückzuführen ist.
R.Adler--BTB