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Verhaftungswelle in Türkei nach Putsch hält an

Wer in der Türkei nach den Putschversuch vom Juli dieses Jahres aktuell auf der so genannten "falschen Seite" steht hat nicht nur "schlechte Karten", nein er lebt sogar gefährlich!

Die Erdogan-Regierung greift weiter eiskalt und vor allem hart durch, die Zahlen liefern die Ergebnisse dazu mit mehr als 40 000 festgenommenen Verdächtigen, wovon über 20 000 Verdächtige in Untersuchungshaft eingesperrt wurden. Allein mehr als 80 000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes wurden suspendiert, es traf alle Bevölkerungsschichten, darunter Politiker, Polizisten, Offiziere, Soldaten, Justizmitarbeiter und auch Journalisten.

Das man in Ankara dabei recht "seltsame Wege geht", beweist eine Ankündigung des türkischen Justizministers Bekir Bozdag, wobei selbiger mittels eines Erlass mehr als 40 000 Straftäter entlassen will, um für inhaftierten Putschisten mehr Platz in den Gefängnissen zu haben. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan macht die Gülen-Bewegung des Namensgebers und früheren Erdogan-Wegbegeleiters Fethullah Gülen für den Putschversuch verantwortlich. Die türkische Regierung verlangt hierzu von den USA die Auslieferung des Predigers. Gülen bestreitet von seiner Seite die Vorwürfe vehement.

Das selbst das in der Bundesrepublik Deutschland viel kritisierteFlüchtlingsabkommen, ausgehandelt unter anderem durch Bundeskanzlerin Angela Merkel in Gefahr ist, dies vor allem durch die anhaltende Kritik bundesdeutscher Politiker an der "Säuberungswelle" in der Türkei, scheint das politische Ankara wenig zu stören, denn man weiß dort nur zu genau - ohne das türkische Flüchtlingsabkommen würde es für die GroKo um Merkel und Co., bei anhaltendem Zustrom von Flüchtlingen, politische mehr als brenzlig, weshalb auch nachvollziehbar ist, dass von Seiten der deutsche Kanzlerin Merkel, wenig bis kaum Kritik an den jüngsten Vorgängen in der Türkei zu vernehmen ist.(TD-BTB)