DEDE United-KingdomEN ChinaCN RussiaRU FranceFR Spanien ES Arabic  AR

 

Deutschland: Mehr oder weniger Geld im Portemonnaie?

Vor dem Hintergrund der aktuell niedrigen Inflation hatten die Tarifbeschäftigten in der Bundesrepublik Deutschland im abgelaufenen Jahr 2016, deutlich mehr Geld im Portemonnaie als in den Vorjahren. Die Tariflöhne und -gehälter legten hierbei um 1,9 Prozent zu, wie das WSI-Tarifarchiv der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung aktuell mitteilte. WSI-Tarifexperte Reinhard Bispinck sagte dazu: „Damit ist es den Gewerkschaften erneut gelungen, Tarifsteigerungen durchzusetzen, die deutlich oberhalb der laufenden Preissteigerungsrate lagen und die Beschäftigten auch am Produktivitätsfortschritt teilhaben ließen“. Im gleichen Zeitraum stiegen sie Verbraucherpreise um 0,5 Prozent, die Tarifvergütungen dagegen um nominal 2,4 Prozent.

Am besten schnitten die Beschäftigten in den Bereichen Land- Forstwirtschaft und Gartenbau ab. In diesen betrug die Tarifsteigerung umgerechnet nominal 3,5 Prozent.
Auch die effektiven Bruttoeinkommen der deutschen Bundesbürger legten deutlich zu. Pro Arbeitnehmer, darunter sind auch nicht nach Tarif Beschäftigte, stiegen diese um nominal 2,3 Prozent. Für das aktuell laufende 2017 rechnet WSI-Tarifexperte Bispinck mit einer Fortsetzung des Konjunkturaufschwungs, wenn dieser auch weiter nur moderat ausfallen dürfte.  (A.W.Vorontsov--BTB)