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Sieben Festnahmen wegen illegalen Pay-TV-Vertriebs in Baden-Württemberg
Weil sie Kunden illegal geteilte Pay-TV-Angebote verkauft haben sollen, sind in der Region rund um die baden-württembergische Stadt Reutlingen sieben Menschen festgenommen worden. Fünf von ihnen sitzen in Untersuchungshaft, wie die Reutlinger Polizei und die Staatsanwaltschaft Tübingen am Mittwoch mitteilten. Es bestehe der Verdacht des gemeinschaftlichen banden- und gewerbsmäßigen Computerbetrugs.
Die Staatsanwaltschaft und die Polizei Esslingen hätten seit Sommer 2022 ermittelt, als ein Pay-TV-Anbieter Anzeige erstattet habe. Insgesamt elf Beschuldigte sollen ein Netzwerk von Servern und ein schneeballähnliches Vertriebssystem aufgebaut haben. Drei von ihnen sollen legal erworbene Pay-TV-Abonnements dazu genutzt haben, Sendeinhalte zu entschlüsseln, über eigene Server zu streamen und gegen Bezahlung mehreren Komplizen zur Verfügung zu stellen. Diese sollen die Inhalte wiederum an Kunden verkauft haben.
Die Ermittler durchsuchten am Dienstag insgesamt zwölf Objekte und beschlagnahmten unter anderem eine illegale Pistole bei einem 56 Jahre alten Hauptverdächtigen. Die Zahl der Kunden und die Höhe des Schadens für die Pay-TV-Anbieter war noch nicht bekannt. Der Mitteilung zufolge dürfte der Schaden aber mindestens im hohen sechsstelligen Bereich liegen.
W.Lapointe--BTB