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Antisemitischer Angriff in Paris: Polizei nimmt mutmaßlichen Täter fest
Nach einem mutmaßlich antisemitischen Angriff auf einen 60 Jahre alten Synagogenbesucher in Paris hat die französische Polizei den mutmaßlichen Täter festgenommen. Er stehe unter Verdacht, den Mann geschlagen und beschimpft zu haben, hieß es am Mittwoch in Ermittlerkreisen. Der Angegriffene, der eine Kippa trug, wurde anschließend im Krankenhaus behandelt.
Innenminister Gérald Darmanin hatte den Angriff, der sich am vergangenen Freitag ereignet hatte, als "erneute antisemitische Aggression" bezeichnet und die Präfekten aufgefordert, jüdische Schulen und Synagogen verstärkt zu schützen. Der Täter war zunächst entkommen.
Antisemitische Straftaten haben in Frankreich seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen zugenommen. Hunderte Kämpfer der unter anderem von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuften Palästinensergruppe waren am 7. Oktober nach Israel eingedrungen und hatten Gräueltaten vorwiegend an Zivilisten verübt. Sie töteten nach israelischen Angaben etwa 1160 Menschen und verschleppten rund 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen.
Als Reaktion auf den Hamas-Angriff geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor, erklärtes Ziel ist die Vernichtung der Hamas. Dabei wurden nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, seitdem mehr als 30.700 Menschen getötet.
G.Schulte--BTB