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Rushdie-Attentäter des Terrorismus "im Namen der Hisbollah" angeklagt
Zwei Jahre nach dem Messerangriff auf den bekannten Schriftsteller Salman Rushdie ist der mutmaßliche Attentäter des Terrorismus angeklagt worden. Hadi Matar habe mit dem Mordversuch im August 2022 "einen terroristischen Akt im Namen der Hisbollah" begangen, erklärte Justizminister Merrick Garland am Mittwoch. Damit haben die USA erstmals die vom Iran unterstützte Miliz im Libanon direkt mit dem Anschlag auf Rushdie in Verbindung gebracht.
Der 26-jährige Matar war bereits wenige Tage nach dem Attentat vom US-Bundesstaat New York wegen versuchten Mordes angeklagt worden. Er wurde nun von einem Geschworenengremium in drei weiteren Punkten angeklagt, unter anderem wegen des Versuchs, Material zur Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung zu beschaffen. Das geht aus der Anklageschrift hervorgeht vom 17. Juli hervor, die jetzt veröffentlicht wurde.
Matar hatte bei der Attacke in Chautauqua im Bundesstaat New York am 12. August 2022 mindestens zehn Mal auf Rushdie eingestochen. Der Autor wurde schwer verletzt und ist seitdem auf einem Auge blind.
Rushdie wurde immer wieder Opfer von Drohungen und Mordversuchen, seit er 1988 den Roman "Die Satanischen Verse" veröffentlicht hatte. Die iranische Staatsführung bezeichnete das Buch als blasphemisch. Irans damaliges geistliches Oberhaupt Ayatollah Khomeini rief 1989 in einer Fatwa zur Tötung des Schriftstellers auf.
Der Angeklagte habe versucht, "die von der Hisbollah befürwortete Fatwa auszuführen, die den Tod Salman Rushdies forderte", erklärte der Direktor der US-Bundespolizei FBI, Christopher Wray. Auch das US-Justizministerium teilte mit, zwischen September 2020 und Sommer 2022 habe Matar versucht, die Hisbollah durch die Ermordung Rushdies zu unterstützen.
In den beiden anderen Anklagepunkten wird Matar der Beteiligung an einer grenzüberschreitenden terroristischen Tat und der maßgeblichen Unterstützung von Terroristen beschuldigt.
Die Hisbollah wird von den USA, den Ländern der EU, Großbritannien und den meisten Mitgliedern der Arabischen Liga als terroristische Vereinigung eingestuft.
Matar wartet derzeit in New York auf den Beginn seines Prozesses wegen Körperverletzung und versuchten Mordes. Er hat sich nicht schuldig bekannt. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 25 Jahre Haft. Laut Berichten von US-Medien soll der Prozess am 25. Oktober beginnen.
C.Kovalenko--BTB