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Suche nach gestohlenem Kelten-Goldschatz aus Museum in Bayern erfolglos beendet
Kunstfahnder des bayerischen Landeskriminalamts (LKA) haben eine aktuelle Suche nach dem im Jahr 2022 aus einem Museum im Manching gestohlenen 2000 Jahre alten keltischen Goldschatz erfolglos beendet. Sie könnten "fast mit Sicherheit" sagen, dass die vermissten 411 Goldmünzen mit einem geschätzten Gewicht von rund drei Kilogramm nicht auf dem Grundstück des Hauptverdächtigen in Plate bei Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern seien, sagte ein LKA-Sprecher am Donnerstag.
Weitere potentielle Verstecke hat das LKA derzeit nicht im Auge. "Wir wissen nicht, wo wir noch suchen können", sagte der Sprecher. Die Beute von 2022 sei wahrscheinlich "im Zugriffsbereich" des 49-jährigen Hauptverdächtigen professionell versteckt worden. "Aber wir kommen nicht dahinter, wo."
Von Montag bis Mittwoch hatten die Ermittler mit Röntgen-, Laser- und Radartechnik alle Wände, Zimmer und Möbel der Gebäude auf dem Grundstück durchsucht und vermessen. Internationale Fahnder sowie vier Goldspürhunde aus Ungarn unterstützten den Einsatz. "Mehr kann man nicht reinstecken", sagte der Sprecher.
Der mutmaßliche Haupttäter und drei mutmaßliche Komplizen in Alter zwischen damals 44 und 52 Jahren waren im Juli 2025 vom Landgericht Ingolstadt wegen mehrerer Einbrüche zu Haftstrafen zwischen knapp fünf und elf Jahren verurteilt worden. Das Urteil gegen den Hauptverdächtigen ist noch nicht rechtskräftig.
Das Gericht sah als erwiesen an, dass drei der vier Beschuldigten am 22. November 2022 nachts in das Kelten-Römer-Museum in Manching eingebrochen waren und den dort aufbewahrten Goldmünzenschatz aus der Keltenzeit gestohlen hatten. Die mehr als 480 Münzen hatten ein Gesamtgewicht von rund 3,7 Kilogramm.
Der Materialwert des 1999 gefundenen historischen Schatzes lag bei etwa 1,3 Millionen Euro. Von den Münzen tauchten nach der Festnahme der Verdächtigen im Juli 2023 nur etwa 500 Gramm in eingeschmolzener Form wieder auf.
Ermittelt wird auch gegen die Lebensgefährtin des Hauptverdächtigen. Sie soll nach LKA-Angaben mehrfach angeboten haben, beim Absetzen eingeschmolzenen Golds zu helfen. Auch soll sie häufiger Bargeld aus krimineller Herkunft von ihrem Freund bekommen haben.
H.Seidel--BTB