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Drei Tote bei Feuer in Krankenhaus: Psychiatrie für Brandstifter in Hamburg
Nach einem Feuer in einem Krankenhaus in Hamburg mit drei Toten ist der verantwortliche Brandstifter in eine Psychiatrie eingewiesen worden. Das Landgericht der Hansestadt sah es nach Angaben einer Sprecherin am Mittwoch als erwiesen an, dass der 73-Jährige krankheitsbedingt nicht schuldfähig war. Rechtlich ging es von Brandstiftung mit Todesfolge in Tateinheit mit Mord aus.
Bei dem Beschuldigten handelte es sich um einen Patienten, er war auf einer geriatrischen Station des Krankenhauses im Hamburger Stadtteil Hohenfelde untergebracht. Den Ermittlungen zufolge zündete er in der Nacht zum 1. Juni in seinem Zimmer das Kopfkissen seines Betts mit einem Feuerzeug an und setzte dadurch den Raum in Brand. Drei Patienten starben an einer Rauchvergiftung, zahlreiche Menschen wurden verletzt.
Der 73-Jährige wurde kurz nach dem Brand in dem Krankenhaus festgenommen, nachdem er durch Zeugenaussagen als Verdächtiger identifiziert worden war. Er wurde anschließend aufgrund einer ersten Einschätzung vorläufig in einer Psychiatrie untergebracht. Gegen ihn wurde in einem sogenannten Sicherungsverfahren verhandelt.
Darin geht es nicht um eine Verurteilung, sondern eine dauerhafte psychiatrische Unterbringung. Die Öffentlichkeit war von dem Prozess ausgeschlossen. Nähere Angaben zu Erkrankung des Beschuldigten machten seinerzeit weder Ermittler noch aktuell das Gericht. Berichten zufolge soll der Mann an einer Demenz leiden.
F.Pavlenko--BTB