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Sieben Millionen Erwachsene verletzen sich jährlich bei Unfällen
Etwa jeder zehnte Erwachsene in Deutschland erleidet innerhalb von zwölf Monaten eine Unfallverletzung, die ärztlich versorgt werden muss. Nach einer am Mittwoch vom Robert-Koch-Institut in Berlin veröffentlichen Auswertung entspricht dies rund sieben Millionen Menschen. Insgesamt berichteten 9,5 Prozent der Frauen und 10,5 Prozent der Männer von mindestens einer ärztlich behandelten Unfallverletzung innerhalb der vergangenen zwölf Monate.
Besonders groß war die Unfallhäufigkeit demnach bei jungen Männern im Alter von 18 bis 29 Jahren mit einem Anteil von 15,1 Prozent. Bei Frauen waren neben jungen Frauen insbesondere Frauen ab 80 Jahren häufig betroffen.
Die meisten Unfälle passierten mit einem Anteil von 36 Prozent im häuslichen Umfeld. Jeweils etwa ein Viertel der letzten Unfälle entfiel auf Verkehr und Freizeit, 16 Prozent auf Arbeit oder Bildungsstätte. Bei Frauen fanden die Unfälle deutlich häufiger zu Hause statt als bei Männern.
Der häufigste Unfallmechanismus war der Statistik zufolge der Sturz: 30,4 Prozent der berichteten ärztlich behandelten Unfälle waren Sturzunfälle. Bei Frauen war der Anteil der Stürze höher als bei Männern. Mit zunehmendem Alter nahm die Bedeutung von Stürzen deutlich zu. Bei den ab 80-Jährigen war etwa die Hälfte der letzten Unfälle auf Stürze zurückzuführen.
Die durch die Unfälle am häufigsten entstandenen Verletzungen waren Verrenkungen, Verstauchungen, Zerrungen und Bänderrisse sowie offene Wunden, oberflächliche Verletzungen und Quetschungen. Bei 22,1 Prozent der Unfälle wurde ein Knochenbruch diagnostiziert. In fast 20 Prozent der Fälle mussten die Betroffenen nach einem Unfall ins Krankenhaus und dort im Durchschnitt rund zehn Nächte bleiben.
G.Schulte--BTB