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Kulturpass nun auch für Jahrgang 2006 verfügbar - aber nur mit halbiertem Budget
Die Bundesregierung führt das im vergangenen Jahr eingeführte Kulturpass-Angebot für junge Menschen in diesem Jahr mit halbiertem Budget fort. Alle Menschen in Deutschland, die in diesem Jahr volljährig werden, können ab Freitag den Pass nutzen und damit auf Staatskosten am Kulturleben teilnehmen. Der Pass biete ein Budget von 100 Euro pro Person, teilte das Bundespresseamt am Donnerstag mit. Im vergangenen Jahr standen noch 200 Euro pro Person zur Verfügung.
"Angesichts der allgemeinen Haushaltslage war die Fortführung des Kulturpasses eine große Kraftanstrengung", betonte Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne). Das Budget kann bis Jahresende freigeschaltet und bis Ende 2025 für bundesweit 2,6 Millionen Kulturangebote verwendet werden. In diesem Jahr umfasse das Angebot auch Workshops und Mitgliedschaften wie etwa Musik-, Tanz- oder Malkurse oder Dauerkarten für Bibliotheken und Museen, so Roth.
"Der Kulturpass bringt die jungen Menschen in Buchhandlungen und Kinosäle, auf Konzerte und Festivals, ins Theater und die Oper, in Museen, Plattenläden und Musikgeschäfte", so Roth. Auch die Kulturbranche habe nach der Corona-Pandemie "sehr vom Kulturpass profitiert".
Damit erreiche der Kulturpass seine beiden wichtigsten Ziele: "die Kulturszene zu stärken und Jugendliche für unser vielfältiges Kulturleben zu begeistern, in der Stadt und auf dem Land." Die Anbieter könnten durch den Pass ein junges, neues Publikum langfristig binden.
Der Kulturpass war im Juni 2023 gestartet. Nach Angaben des Bundespresseamts nutzten ihn im vergangenen Jahr 285.000 Menschen. Einem Medienbericht zufolge wird das Budget vor allem für Bücher und Kinobesuche ausgegeben. Der Pass ist in diesem Jahr für alle Menschen verfügbar, die im Jahr 2006 geboren wurden und ihren Wohnsitz in Deutschland haben - unabhängig von ihrer Nationalität.
Wer das Angebot nutzen will, muss sich in der Kulturpass-App registrieren. Im vergangenen Jahr freigeschaltete Budgets können noch bis Ende 2024 verwenden werden.
J.Fankhauser--BTB