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Macron wirft Russland Destabilisierung afrikanischer Länder durch Wagner-Miliz vor
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Russland vorgeworfen, durch die Wagner-Söldnertruppe seinen destabilisierenden Einfluss auf afrikanische Länder auszuweiten. Russland sei eine "Macht der Destabilisierung in Afrika durch die privaten Milizen, die die Bevölkerung ausbeuten und erpressen", sagte Macron in einem Interview mit mehreren französischen Medien am Freitag in Paris. Die Vereinten Nationen hätten dies in der Zentralafrikanischen Republik nachgewiesen.
Der Kreml wies die Vorwürfe zurück. Russland habe in Afrika "freundschaftliche, konstruktive Beziehungen" aufgebaut, betonte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Diese seien nicht gegen Drittländer gerichtet, fügte er hinzu.
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs versucht Russland verstärkt seine wirtschaftlichen und diplomatischen Beziehungen zu Afrika auszubauen und gerät damit in einigen Ländern mit der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich in Konflikt.
Ende Juli will Russland in Sankt Petersburg ein zweites Russland-Afrika-Gipfeltreffen organisieren. Am vergangenen Wochenende hatten mehrere afrikanische Staats- und Regierungschefs sich bei einem Besuch in Moskau für ein Ende des Krieges in der Ukraine eingesetzt. Der Kreml bezeichnete deren Vorschläge anschließend als "schwer umsetzbar".
D.Schneider--BTB