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Israel und die USA nähern sich im Streit um Waffenlieferungen an
Im Streit um die US-Waffenlieferungen nach Israel hat es zwischen beiden Ländern eine Annäherung gegeben. Der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant sagte am Mittwoch in Washington nach seinen Treffen mit US-Regierungsvertretern, es seien "bedeutende Fortschritte" erzielt worden. "Hindernisse wurden ausgeräumt und Engpässe beseitigt", sagte er. Gallant hatte sich in den vergangenen drei Tagen unter anderem mit seinem US-Kollegen Lloyd Austin, US-Außenminister Antony Blinken und dem Nationalen Sicherheitsberater Jake Sullivan getroffen.
Die Fortschritte bei den Gesprächen betreffen laut Gallant eine "Vielzahl von Themen", darunter die Waffenlieferungen der USA für das israelische Militär. "Ich möchte der US-Regierung und dem amerikanischen Volk für ihre anhaltende Unterstützung für den Staat Israel danken", fügte er hinzu.
Zwischen der Regierung von US-Präsident Joe Biden und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hatte es zuletzt Irritationen gegeben. Das Weiße Haus reagierte verärgert auf Kritik Netanjahus an Verzögerungen bei US-Rüstungslieferungen für den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen. Netanjahu hatte gesagt, dass er zwar den US-Beistand in dem Krieg zu schätzen wisse. Doch nannte er es zugleich "unfassbar", dass Washington in den vergangenen Monaten "Waffen und Munition für Israel zurückgehalten" habe.
Nach Angaben der US-Regierung wurde jedoch lediglich eine US-Lieferung von 900-Kilo-Bomben für Israel gestoppt. Sullivan hatte dies im Mai mit Sorgen begründet, dass diese Bomben "auf dicht bevölkerte Städte abgeworfen" werden könnten.
Insgesamt habe die US-Regierung seit Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober Waffen im Wert von mehr als 6,5 Milliarden Dollar (sechs Milliarden Euro) an Israel geliefert, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter der US-Regierung. Allein im Mai wurden demnach Waffen im Wert von drei Milliarden Dollar bereitgestellt.
"Das ist ein gewaltiges, gewaltiges Unterfangen und bis auf eine Lieferung gab es keine Pause", fügte er hinzu. Der Grund für das Zerwürfnis seien Missverständnisse angesichts der "komplexen" bürokratischen Prozesse. Die Gespräche mit Gallant in Washington seien von einem "gemeinsamen Verständnis" zum Stand der Dinge und "echtem Fortschritt" geprägt gewesen, sagte der US-Regierungsvertreter.
M.Odermatt--BTB