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Frankreich-Wahl: Washington setzt weiter auf enge Kooperation mit Paris
Nach dem Wahlsieg der Rechtspopulisten in der ersten Runde der französischen Parlamentswahl hat die Regierung von US-Präsident Joe Biden ihr Interesse an weiterhin engen Beziehungen zu Frankreich bekundet. "Wir haben volles Vertrauen in die demokratischen Institutionen Frankreichs", sagte am Montag in Washington der Sprecher des US-Außenministeriums, Vedant Patel. "Wir beabsichtigen, unsere enge Kooperation mit der französischen Regierung über das volle Spektrum der außenpolitischen Prioritäten fortzuführen", betonte er.
US-Außenminister Antony Blinken kommentierte das französische Wahlergebnis bei einem öffentlichen Auftritt in Washington nicht direkt. Er äußerte sich bei einer Podiumsdiskussion jedoch zuversichtlich, dass die Unterstützung für die Nato in Europa unabhängig von Wahlerfolgen rechter Parteien anhalten werde. Das Bündnis habe in den vergangenen Jahren daran gearbeitet, "dass wir die richtige Verteidigung" haben, "wo sie gebraucht wird, wo sie wichtig ist".
Die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN) und ihre Verbündeten waren am Sonntag in der ersten Runde der Parlamentswahl auf gut 33 Prozent gekommen und damit auf dem ersten Platz gelandet. Der RN steht schon länger wegen seiner Verbindungen zu Russland in der Kritik. Parteichef Jordan Bardella hatte aber kürzlich betont, er werde Russland nicht "einen verbündeten Staat wie die Ukraine absorbieren lassen".
K.Thomson--BTB