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Indiens Regierungschef Modi ruft vor Kiew-Reise zu "Dialog und Diplomatie" auf
Vor seiner Reise nach Kiew hat Indiens Regierungschef Narendra Modi zu Verhandlungen im Ukraine-Krieg aufgerufen. "Indien ist der festen Überzeugung, dass kein Problem auf einem Schlachtfeld gelöst werden kann", sagte Modi am Donnerstag bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem polnischen Regierungschef Donald Tusk in Warschau. Nach seinem Besuch in Polen will Modi am Freitag in die Ukraine reisen.
"Wir unterstützen den Dialog und die Diplomatie, um so schnell wie möglich Frieden und Stabilität wiederherzustellen", sagte der indische Regierungschef. "Dafür ist Indien bereit, gemeinsam mit seinen befreundeten Ländern jeden möglichen Beitrag zu leisten."
Indien hat es bislang vermieden, den russischen Angriff auf die Ukraine ausdrücklich zu verurteilen. Das Land unterhält seit dem Kalten Krieg enge Beziehungen zum Kreml, Russland gilt als einer der wichtigsten Waffenlieferanten Indiens. Bei einem Besuch in Moskau sorgte Modi in der Ukraine für Kritik, nachdem auf Bildern zu sehen war, wir er den russischen Präsidenten Wladimir Putin umarmte.
Polens Regierungschef Tusk erklärte am Donnerstag, Modi habe "seine Bereitschaft bekräftigt, sich persönlich für eine friedliche, gerechte und schnelle Beendigung des Krieges einzusetzen". Er betonte jedoch das Recht der Ukraine, ihre Grenzen zu verteidigen. "Die Geschichte hat unsere Nationen gelehrt, wie wichtig es ist, die Regeln zu respektieren, die Grenzen und die territoriale Integrität zu achten", erklärte Tusk.
W.Lapointe--BTB