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Medien: Mehr als 66.000 in der Ukraine getötete russische Soldaten identifiziert
Die unabhängige russische Nachrichten-Website Mediazona hat nach eigenen Angaben gemeinsam mit der BBC mehr als 66.000 russische Soldaten identifiziert, die seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine getötet wurden. Ihr seien die Namen von 66.471 russischen Soldaten bekannt, die zwischen Kriegsbeginn im Februar 2022 und dem 30. August im Krieg getötet worden seien, erklärte Mediazona am Samstag im Onlinedienst Telegram.
Mitte April hatte die Zahl der von Mediazona und BBC auf der Basis von öffentlich zugänglichen Behördenunterlagen identifizierten russischen Kriegstoten noch bei gut 50.000 gelegen. Die jetzt veröffentlichten Daten enthalten laut Mediazona-Journalistin Anastasia Aleksejewa noch nicht die seit Beginn der ukrainischen Offensive in der russischen Grenzregion Kursk am 6. August getöteten Soldaten. Mediazona und der an den Recherchen beteiligte russische Dienst der BBC erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit ihrer Zahlen.
Laut den von Mediazona und BBC ermittelten Daten sind unter den Toten mehr als 12.000 Häftlinge. Russland hatte zeitweise massiv in den Strafanstalten um Rekruten geworben und Straferlass im Gegenzug zum Kriegsdienst angeboten.
Die russische Regierung behandelt die Zahl der im Krieg getöteten russischen Soldaten als Staatsgeheimnis. Im Juni hatte Staatschef Wladimir Putin auf eine entsprechende Frage lediglich gesagt, die russischen Verluste lägen "im Verhältnis von eins zu fünf" niedriger als die der Ukraine.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Zahl der im Krieg getöteten ukrainischen Soldaten im Februar mit 31.000 angegeben. US-Regierungsvertreter schätzten die militärischen Verluste Russlands laut einem Bericht der "New York Times" bereits vor einem Jahr auf 120.000 getötete Soldaten.
T.Bondarenko--BTB