-
Trump will jährliche US-Militärhilfe für Israel bis Jahresende beenden
-
Mondelez fordert Moo Free zur Namensänderung auf
-
Polizeigewerkschaft warnt vor Folgen einer AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt
-
Digitalisierung des Bundeswehr-Heeres verzögert sich und verteuert sich
-
Hernán Barcos verteidigt Familie gegen Vorwürfe von Ana Paula Consorte
-
Südafrikas Kommunalwahlen stehen im Zeichen kommunaler Versorgungskrisen
-
Polizeieinsätze gegen linke Proteste lösen Debatte über staatliche Härte aus
-
Fünfzehn Jahre nach dem NSU bleiben Fragen zu Unterstützern offen
-
Hakeem Jeffries steht vor dem Aufstieg zum mächtigsten Demokraten im Kongress
-
Demokraten gewinnen in Texas Senatssitz und Gouverneursamt
-
Demokraten erobern bei US-Zwischenwahlen beide Kongresskammern
-
Abdul El-Sayed gewinnt Senatssitz in Michigan und schreibt Geschichte
-
Trump signalisiert nach Midterms Gesprächsbereitschaft mit den Demokraten
-
Tasio offenbart Damián seine Beziehung zu Paula in 'Sueños de libertad'
-
Die Pitch-Präsentationen und Keynote-Redner für Blue Magic Netherlands am 17. November stehen fest
-
Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
-
US-Midterm-Wahl: Trumps Macht und die Rolle des Kongresses unter Druck
FDP-Fraktion erhöht mit Plan zu "Migrationswende" Druck auf die Grünen
Die FDP-Fraktion im Bundestag erhöht den Druck auf den grünen Koalitionspartner, einen härteren Kurs in der Migrationspolitik zu fahren. Der Fraktionsvorstand beschloss am Wochenende einen Neun-Punkte-Plan "für eine Migrationswende". Er greift die Vorschläge aus den schwarz-grün regierten Bundesländern auf, die diese Ende September im Bundesrat zur weiteren Reform des Asylsystems vorgelegt hatten. Zudem fordert die FDP-Fraktion Leistungskürzungen für bestimmte Asylbewerber.
Deutschland brauche "eine neue Realpolitik" in der Migration, heißt es in dem FDP-Papier. Das Thema dürfe nicht den politischen Rändern überlassen werden. Die irreguläre und ungesteuerte Migration nach Deutschland sei "weiterhin zu hoch".
Zu den Vorschlägen der schwarz-grün regierten Länder Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein gehört die Ausweitung sicherer Herkunftsstaaten. Im FDP-Papier werden die Maghreb-Staaten Tunesien, Algerien und Marokko sowie Indien, Kolumbien und Armenien genannt. Weitere Vorschläge sind etwa ein verschärftes Ausweisungsrecht oder dass die Bundespolizei Ausreisepflichtige schneller in Haft nehmen kann.
"Auf Landesebene machen die ersten Grünen den Weg frei für zentrale Verschärfungen in der Asylpolitik, die die FDP seit langen fordert", sagte FDP-Fraktionschef Christian Dürr der "Bild am Sonntag". Das sei die Chance für eine "echte Migrationswende". Jetzt komme es auf die Grünen im Bund an.
Abgelehnte Asylbewerber, die Deutschland verlassen müssen, sollen nach dem Willen der FDP-Fraktion deutlich weniger Unterstützung bekommen. "Künftig sollten die Leistungen für alle ausreisepflichtigen Asylbewerber aufs Bett-Seife-Brot-Minimum gekürzt werden", sagte Dürr der "Bams". "Damit stellen wir sicher, dass es keinen Anreiz mehr gibt zu bleiben." Alle anderen Sozialleistungen sollen bis auf ein Taschengeld gestrichen werden.
Zudem will die FDP-Fraktion, dass mehr Asylverfahren in Drittstaaten ausgelagert werden können. Bislang gilt hier, dass jemand eine Verbindung in diesen Drittstaat haben muss. Das will die FDP streichen.
Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay von den Grünen warnte seine Partei in der "Welt am Sonntag" vor einem anbiedernden Kurs in der Klima- und Migrationspolitik. "Bündnisfähigkeit entsteht nicht dadurch, dass man alle Positionen räumt", sagte er der Zeitung. "Der Verlust an Sympathie, die Angriffe, denen wir Grüne derzeit ausgesetzt sind, gehen nicht dadurch weg, dass man sich hinreichend anschmiegsam zeigt und möglichst pragmatisch erscheint."
Attraktiv seien die Grünen, "wenn wir Machtoptionen haben. Und um Machtoptionen zu bekommen, brauchen wir Klarheit, ein breites Kreuz und die Bereitschaft, unsere Themen durchzuboxen", sagte Onay weiter. Er wird zum linken Parteiflügel gezählt.
C.Kovalenko--BTB