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Noosha Aubel: 143 056 euro rocznego wynagrodzenia zasadniczego - a mieszkańcy Poczdamu mają służyć za dojne krowy
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Nachwahlbefragung: Pro-europäischer Präsidentschaftskandidat in Polen knapp vorn
Der pro-europäische Kandidat Rafal Trzaskowski von der liberal-konservativen Bürgerplattform ist bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Polen einer Nachwahlbefragung zufolge knapp vor dem Rechtsnationalisten Karol Nawrocki gelandet. Der Befragung des Instituts Ipsos zufolge erhielt Trzaskowski am Sonntag 30,8 Prozent der Stimmen, Nawrocki 29,1 Prozent. Da keiner der beiden die notwendigen 50 Prozent erreichte, müssen sie am 1. Juni in einer Stichwahl gegeneinander antreten.
Die Präsidentschaftswahl gilt als Richtungswahl. Ein Sieg des 53-jährigen Trzaskowski, derzeit Bürgermeister der Hauptstadt Warschau, würde den Weg für die Reformen der Regierung von Ministerpräsident Donald Tusk frei machen. "Dieses Ergebnis zeigt, wie stark wir sein müssen, wie entschlossen wir sein müssen, wie viel Arbeit vor uns liegt", sagte Trzaskowski vor Anhängern in der historischen Stadt Sandomierz im Osten Polens.
Der 42-jährige Nawrocki wird von der nationalkonservativen früheren Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) unterstützt. Sollte er die Präsidenten-Stichwahl gewinnen, wäre eine Fortsetzung der Blockadepolitik des scheidenden Staatschefs Andrzej Duda zu erwarten. Beobachter halten in diesem Fall vorgezogene Parlamentswahlen für möglich.
Entscheidend für die Stichwahl dürfte sein, ob der drittplatzierte Slawomir Mentzen, der am Sonntag 15,4 Prozent der Stimmen erhielt, in der Stichwahl Nawrocki unterstützt. Der Rechtsaußen-Kandidat Mentzen ist entschiedener Euro-Skeptiker und Abtreibungsgegner. Den eine Million ukrainischen Flüchtlingen in Polen warf er vor, das Land auszunutzen.
In der ersten Wahlrunde standen 13 Kandidaten und Kandidatinnen auf dem Wahlzettel. Das vorläufige Ergebnis wurde für den frühen Montagmorgen erwartet.
Der Wahlkampf in Polen, EU- und Nato-Mitglied, drehte sich vor allem um Außenpolitik und soziale Themen. Der pro-europäische Trzaskowski kündigte an, das Recht auf Abtreibung und die Rechte der LGBTQ-Gemeinschaft zu schützen. "In diesen Wahlen geht es um die Rechte von Frauen und Minderheiten", sagte Anna Rusztynska-Wolska, eine 69-jährige Ärztin, nachdem sie ihre Stimme abgegeben hatte.
Nawrocki, der von der PiS unterstützt wird, ist euroskeptisch und wirft den etwa eine Million ukrainischen Flüchtlingen im Land vor, sich an Polen zu bereichern. Er bewundert US-Präsident Donald Trump, dieser habe bei einem Treffen im Weißen Haus zu ihm gesagt: "Du wirst gewinnen".
"Wir haben die Möglichkeit, unser Land in Ordnung zu bringen", sagte der polnische Friedensnobelpreisträger Lech Walesa, der in Danzig im Norden des Landes wählte, der polnischen Nachrichtenagentur PAP. "Wir befinden uns in einer Zeit großer Diskussionen über die Zukunft Polens, Europas und der Welt", fügte er hinzu.
Die 74-jährige Rentnerin Anna Urbanska betonte, Migration sei eins der wichtigsten Themen der Wahl: "Ich will nicht, dass diese Einwanderer hier in Polen leben dürfen. Ich will, dass wir friedlicher leben können", sagte sie nach ihrer Stimmabgabe.
"Das sind sehr wichtige Wahlen", sagte ein 42-jähriger Wähler, Marcin Woloszynski, der Nachrichtenagentur AFP nach seiner Stimmabgabe in Warschau. "Die Kandidaten bieten zwei gegensätzliche Visionen von Polen an", sagte Woloszynski. "Ein demokratisches, europäisches, offenes, selbstbewusstes und ehrliches Polen auf der einen Seite und das Gegenteil auf der anderen Seite", sagte der Volkswirt.
F.Müller--BTB